Bei illegaler Entsorgung droht saftiges Bußgeld

Einfach aus dem Fenster werfen? Wie Sie Ihren Weihnachtsbaum richtig entsorgen

Baum vor die Haustür legen
Eine Möglichkeit, den Weihnachtsbaum zu entsorgen: ihn vor die Haustür legen. In vielen Städten holen ihn dort zu bestimmten Terminen die Müllentsorger ab. Foto: Andrea Warnecke
deutsche presse agentur

Die Weihnachtstage sind vorbei und auch Silvester haben wir hinter uns gebracht. So langsam fragen sich viele Deutsche nun, wann und vor allem wie sie ihren Weihnachtsbaum entsorgen können. Dürfen wir unseren Weihnachtsbaum einfach aus dem Fenster werfen? Was Sie bei der Entsorgung Ihres Christbaums unbedingt beachten müssen, lesen Sie hier.

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Weihnachtsbaum entsorgen: Wann ist es so weit?

Steht Ihr Weihnachtsbaum noch? Viele Menschen schmücken ihren Baum direkt nach den Feiertagen ab, andere behalten ihn noch bis ins neue Jahr.

Klar, bei dieser Entscheidung spielt auch der Zustand des Baumes eine wichtige Rolle. Traditionell wird der Baum jedoch am 6. Januar entsorgt – nämlich zum Fest der Heiligen Drei Könige. Dieser Tag beendet dem christlichen Glauben nach die Weihnachtszeit.

Ihre Erfahrung interessiert uns: Haben Sie Ihren Weihnachtsbaum schon entsorgt?

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Baum einfach aus dem Fenster werfen – darf ich das?

Ein schwedisches Möbelhaus wirbt seit einigen Jahren damit und zeigt in Werbespots, wie der Christbaum einfach aus dem Fenster geworfen wird. Doch auf diese Idee sollte man ohne Weiteres hierzulande besser nicht kommen.

Laut dem Deutschen Anwaltverein muss man dafür haften, wenn der Baum beispielsweise ein Auto beschädigt. Verletzt der Weihnachtsbaum einen Menschen, kann man sich sogar der fahrlässigen Körperverletzung schuldig machen.

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Weihnachtsbaum: Wohin mit dem Baum?

Es gibt in fast allen Städten die Möglichkeit, den Christbaum einfach von der Müllabfuhr oder der Stadtreinigung abholen zu lassen. Der Stichtag ist in der Regel im Abfuhrkalender vermerkt. In vielen Kommunen kümmern sich auch private Firmen um die Entsorgung der Weihnachtsbäume.


In manchen Kommunen können die Christbäume jedoch auch zersägt und im Biomüll zu entsorgt werden. Bevor Sie Ihren Baum zersägen, informieren Sie sich aber besser vorab, ob dies in Ihrer Gemeinde erlaubt ist – sonst könnte es passieren, dass die Biomülltonne von der Müllabfuhr nicht mitgenommen wird.

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Termin verpasst: Weihnachtsbaum im Wald entsorgen?

Upps, haben Sie den Abholtermin leider versäumt? Überlegen Sie nun, den Weihnachtsbaum im Wald zu entsorgen? Das sollten Sie lieber bleiben lassen. Denn das gilt als unsachgemäße Entsorgung von Müll und kann ein Bußgeld zur Folge haben.

In der Natur braucht der Baum laut Ökotest sehr lange, um zu verrotten, und schadet damit den umliegenden Pflanzen. Wer die Termine zur Abholung verpasst hat, muss den Baum zum Wertstoffhof bringen.

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Weihnachtsbaum verbrennen – darf man das?

Wer einen Kamin besitzt, für den ist die Verführung sicher groß, seinen Weihnachtsbaum einfach als Brennholz zu nutzen und im Kamin zu verbrennen. Generell spricht zwar nichts dagegen, aber:

  • Bevor der Baum im Kamin landet, sollten Sie folgendes beachten:
  • Befreien Sie den Baum von allen Ästen
  • sägen Sie den Baum klein
  • lagern Sie ihn dann für mindestens ein Jahr, da das Holz sonst zu feucht ist.

Zudem sollte laut der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF vorab immer mit dem Schornsteinfeger besprochen werden, ob die Rohre für das Verfeuern des Baumes ausgelegt sind.

Weihnachtsbaum entsorgen: Meistens kostenlos

Wenn Sie Ihren Weihnachtsbaum von der Stadtreinigung oder der Müllabfuhr abholen lassen, können Sie dies meist kostenlos tun. Private Gesellschaften nehmen größtenteils ein kleines Entgelt.

Den Baum zum Wertstoffhof zu bringen, kann dann schon etwas mehr kosten. Doch Fakt ist: Ein Bußgeld für die illegale Entsorgung wäre höher.

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Christbaum illegal entsorgt – welche Strafe droht?

Feststeht, wer seinen Weihnachtsbaum illegal entsorgt, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Die unsachgemäße Entsorgung von Weihnachtsbäumen hat sich in den vergangenen Jahren so stark gehäuft hat, dass sie mittlerweile Bestandteil des Bußgeldkataloges ist. Natürlich ist die Höhe des Bußgelds dabei von Bundesland zu Bundesland verschieden.


Wer zum Beispiel in Niedersachsen einen Christbaum unsachgemäß entsorgt, muss laut des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit einem Bußgeld von 5 bis 30 Euro rechnen – bei mehreren Bäumen erhöht sich das Bußgeld sogar auf 100 bis 500 Euro. Im Saarland ist die illegale Entsorgung des Baumes im Wald oder auf der Straße ebenfalls teuer und kostet für einen Baum zwischen 100 und 300 Euro. Fazit: Wer sparen will und das eigene Portemonnaie schonen möchte, sollte also die Abholfristen besser im Blick haben und den Weihnachtsbaum entweder sachgemäß entsorgen, oder stressfrei abholen lassen. (mjä)