Bundesgesundheitsminister fordert mehr Achtsamkeit

Jens Spahn appelliert: "Heute entscheidet sich, wie wir Weihnachten feiern "

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16. Oktober 2020 - 10:46 Uhr

Spahn: "Wir haben es gemeinsam selbst in der Hand"

Wegen der Rekordzahl an neuen Corona-Fällen ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bevölkerung auf, durch Disziplin und Umsicht die Virus-Ausbreitung zu bremsen. Die Beschlüsse und Maßnahmen des Bund-Länder-Treffen am Mittwoch könnten womöglich nicht ausreichen. Ob Weihnachten in diesem Jahr für alle ins Wasser falle, hänge nun an allen.

Wie sieht Weihnachten 2020 aus?

Den Bürgern müsse klar sein, dass sie heute entscheiden, ob Weihnachten in gewohnter Form stattfinden könne. "Wir haben es gemeinsam selbst in der Hand", sagt Spahn im Deutschlandfunk. Der Bundesgesundheitsminister fordert insbesondere mehr Achtsamkeit bei privaten Feiern, bei denen es zuletzt vermehrte Ansteckungen gegeben habe. Nicht notwendige Reisen sollten vermieden werden. Das sei eine "dringliche Empfehlung", betont Spahn. "Wenn wir gemeinsam aufeinander achtgeben", dann seien auch keine weiteren Maßnahmen nötig.

Laschet optimistischer: "Weihnachten ohne Lockdown kann gelingen"

Optimistischer als Bundesgesundheitsminister Spahn, dass trotz der stark steigenden Corona-Infektionszahlen ein Lockdown in der Weihnachtszeit vermieden werden kann, zeigte sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Zwar könne das niemand versprechen, "aber man kann alles tun, damit es nicht dahin kommt", sagte Laschet im RTL-Interview. Die Pandemie mit weiteren Maßnahmen in den Griff zu bekommen, scheint für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten realistisch – vor allem mit Blick auf Weihnachten. "Es kann gelingen, dass wir Weihnachten ohne Lockdown erleben können."

"Ich möchte, dass Weihnachten ein Fest der Familie wird"

Weihnachten mit der Familie feiern, ist Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, wichtig. Um das auch möglich zu machen, sollen jetzt die Corona-Maßnahmen dort noch schärfer durchgesetzt werden als bisher. Seine Botschaft ist klar: "Ich möchte, dass Weihnachten ein Fest der Familie wird. Das ist mit auch sehr sehr wichtig. Und weil mir das so wichtig ist, treffen wir jetzt so konsequente Entscheidungen, schränken wir auch Privatfeiern ein, wenn Infektionszahlen hoch gehen. Ich glaube das ist der richtige Weg, damit wir Weihnachten nicht in einer dramatischeren Situation sind als wir es heute sind", sagt Günther im RTL-Interview.

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