Weidle wird in Bansko Sechste - Drei Italienerinnen vorne

Wurde Sechste in der Abfahrt in Bansko: Kira Weidle. Foto: Giovanni Auletta/AP/dpa
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25. Januar 2020 - 12:16 Uhr

Skirennfahrerin Kira Weidle hat beim italienischen Dreifach-Erfolg in der Abfahrt von Bansko einen guten sechsten Platz belegt. Besser war sie in diesem Winter nie.

"In dem Teil, wo ich gestern einen Fehler hatte, habe ich ein bisschen rausgenommen. Vielleicht war das das Podest", sagte die 23-Jährige der ARD. Auf die Top drei - die Italienerinnen Elena Curtoni vor Marta Bassino und Federica Brignone - fehlte Weidle knapp eine halbe Sekunde. Drei Fahrerinnen aus Italien auf den ersten drei Plätzen hatte es schon mal vor zwei Jahren gegeben.

Für Weidle und Veronique Hronek auf Rang 30 nach langer Durststrecke war der Tag ein Erfolg, für Teamkollegin Viktoria Rebensburg dagegen gab es einen Tag nach dem enttäuschenden 22. Platz erneut kein Top-Ten-Resultat in Bulgarien. Sie fuhr zwar deutlich besser als noch am Freitag, belegte aber nur Platz 16.

Rebensburg hat eine schwere Woche hinter sich. Kritik von Alpinchef Wolfgang Maier hatte sie persönlich schwer getroffen. "Die Aussagen sind so grundlegend, dass ich mich da sicherlich dazu äußern werde. Aber ich werde das im Gegensatz zu ihm erst intern klären und dann an die Öffentlichkeit gehen", sagte sie tags zuvor.

Maier hatte gesagt, Rebensburg müsse mehr trainieren, um in ihrer Lieblingsdisziplin Riesenslalom wieder Podestplätze zu erreichen. "Meine Intention war, eine Lösung aufzuzeigen. Eine Lösung, damit wir die beste deutsche Skirennfahrerin mit dem meisten Talent wieder auf dem Podium sehen, nicht um die beste Skirennfahrerin in alle Einzelteile zu zerlegen", erklärte Maier.

Inhaltlich stehe er aber zu der Bewertung, dass die 30-Jährige mehr und intensiver trainieren müsse, um gegen Fahrerinnen wie Mikaela Shiffrin - die am Freitag die Bansko-Abfahrt gewann und am Samstag Vierte wurde - oder Petra Vlhova Podiumschancen zu haben. "Wenn man in der Weltspitze sein will, müssen wir uns an das Weltspitzenniveau anpassen", sagte er.

Quelle: DPA