Wegen Tschernobyl: Pilze immer noch radioaktiv belastet

15. Februar 2016 - 16:26 Uhr

Pilze aus Osteuropa sind auch 24 Jahre nach der Explosion des Atomkraftwerks in Tschernobyl noch immer geringfügig radioaktiv belastet. Eine Gefahr für die Liebhaber von Pilzgerichten schloss das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) aber aus. Um den Grenzwert aus der Strahlenschutzverordnung zu erreichen, müssten mehrere 100 Kilogramm Pilze gegessen werden, hieß es.

Das Umweltamt habe während der routinemäßigen Überwachung der Radioaktivität zahlreiche Pilzproben analysiert, darunter Importe aus Polen, Litauen und Weißrussland. Ein Großteil der untersuchten Pilze waren Pfifferlinge, außerdem Maronen, Steinpilze, Birkenpilze und andere Arten. Gemessen wurden durchschnittlich rund 70 Becquerel je Kilogramm, maximal 230 Becquerel. Als Höchstwert der EU für den Import in Mitgliedsländer seien 600 Becquerel je Kilo zugelassen.