2. Februar 2017 - 13:06 Uhr

Fatemah hat einen schweren Herzfehler

Das vom frischgebackenen US-Präsidenten Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern hat schwerwiegende Folgen. Auch ein vier Monate altes Baby aus dem Iran, das für eine lebenswichtige Herzoperation in die USA reisen sollte, ist betroffen, wie der Sender 'Fox12' berichtet.

Fatemah hat einen schweren Herzfehler und braucht dringend medizinische Hilfe. Weil die Versorgung im Iran nicht so gut ist, wollen ihre Eltern das Mädchen in den USA operieren lassen. Die Familie der kleinen Fatemah hatten gerade alle Papiere zusammen und ein Touristenvisum genehmigt bekommen, als Trump die Einreise für alle Iraner für mehrere Monate stoppte. Zum geplanten OP-Termin schafft es Fatemah nun nicht mehr.

"Es ist wie ein Albtraum"

"Sie braucht die OP so schnell wie möglich", sagte ihr Onkel Sam Taghizadeh, der in den USA lebt. Er hatte geholfen, die Reise zu finanzieren. Auch die Großeltern der kleinen Fatemah leben dort. Doch auch das nutzt der Familie nichts. Die Einreise bleibt ihnen trotzdem verboten.

Die Eltern und ihre Tochter waren sogar schon auf dem Weg in die USA. Bei einem Zwischenstopp in Dubai hörten sie von der Anordnung. Die Familie steckte fest. "Es ist wie ein Albtraum", sagte Taghizadeh dem Sender.

Fatemah und ihre Eltern sind inzwischen zurück in den Iran geflogen. Wie es nun weitergehen soll, weiß niemand. Nur eins steht fest: Das Baby muss schnell in Behandlung, sagen die Ärzte.

Weltweit gibt es Kritik an dem Beschluss von Trump. Und auch im eigenen Land regt sich Widerstand gegen ihn. Viele Amerikaner gehen gegen das Einreiseverbot auf die Straße. Mehr dazu sehen Sie im Video.