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Wegen nicht gezahlter Rundfunkgebühr ins Gefängnis? Kathrin W. (43) hat sich erfolgreich gewehrt

Wegen nicht gezahlter Rundfunkgebühr ins Gefängnis? Kathrin W. (43) hat sich erfolgreich gewehrt

Der Rundfunkbeitrag ist seit 2013 Pflicht für alle.
Seit 2013 muss jeder Haushalt die Rundfunkgebühren zahlen.
DPA

Die 43-Jährige hat nur gelegentliches Einkommen

Es sind nicht gezahlte Rundfunkgebühren in Höhe von 309,26 Euro, die sie ins Gefängnis bringen sollten. Doch Gebühren-Verweigerin Kathrin W. hat es geschafft, sich gegen die GEZ-Behörden zu wehren.

Warum sie nicht zahlen wollte? Dafür hat die 43-Jährige gute Gründe. Weil sie als freischaffende Künstlerin – sie tritt als Clown auf - nur gelegentlich arbeitet, sei ihr Verdienst einfach zu gering. Außerdem schaue sie weder fern, noch höre sie Radio. Auch auf dem Smartphone nutze sie keine öffentlich-rechtlichen Inhalte.

Trotzdem wollte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) die Gebührenverweigerin nicht davonkommen lassen und forderte das Amt Beetzsee auf, die Gebüren einzutreiben.

Also sollte ihr Konto gepfändet werden. Die gesetzliche Pfändungsgrenze verhinderte auch das. Schließlich drohte man ihr sechs Monate Haft an.

Doch der Haftbefehl wurde nicht umgesetzt. Am Ende ließ der Amtsdirektor vom Amt Betzsee, Guido Müller, Gnade vor Recht ergehen. „Eine Verhaftung von Frau Weihrauch nutzt weder dem rbb noch den Behörden, sondern nur den GEZ-Gegnern", sagt er der 'Bild'-Zeitung. Auch rbb-Sprecher Volker Schreck sagte, es liege nicht im Interesse der Rundfunkanstalt, dass jemand im Zusammenhang mit Beitragsrückständen inhaftiert werde.