'Kaiser' entgeht wohl Anklage in der Schweiz

Franz Beckenbauers Zustand angeblich sehr schlecht

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27. Juli 2019 - 12:20 Uhr

Gesundheitszustand offenbar verschlechtert

Große Sorge um den Fußball-'Kaiser': Franz Beckenbauer entgeht im Verfahren rund um die WM 2006 offenbar einer Anklage. Der Grund: Jede Aufregung könnte für ihn lebensgefährlich sein - das sagen zumindest seine Ärzte.

Urteilsvermögen und Gedächtnis getrübt

Wie Der Spiegel berichtet, haben die Anwälte des 73-Jährigen bei der Bundesanwaltschaft der Schweiz Atteste von Beckenbauers Ärzten vorgelegt. Sein Gesundheitszustand habe sich demnach seit April massiv verschlechtert. Auch dessen Urteilsvermögen und Gedächtnis seien mittlerweile sehr stark getrübt, eine Besserung nicht zu erwarten. Fazit der Ärzte gegenüber den Ermittlern: Beckenbauer ist vernehmungsunfähig.

Schweizer Bundesanwaltschaft wollte Anklage erheben

Nach Informationen des Spiegel stand die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) kurz davor, Anklage gegen Beckenbauer rund um den WM-Skandal 2006 zu erheben. Sie fordert angeblich weitere ärztliche Atteste.

Das Management von Beckenbauer wollte sich zu dem Verfahren sowie zu dessen Gesundheitszustand auf Anfrage des SID zunächst nicht äußern.

Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass Beckenbauer einen Augeninfarkt erlitten hatte. Nach eigener Aussage sehe er auf dem rechten Auge fast nichts mehr. Beim traditionellen Kaiser-Cup scherzte er noch: "Seid's mir also nicht böse, wenn ich einen von Euch nicht sehe und ihn umrenne", berichtete die Bild.