Wegen Dürre und Starkregen: Deutsches Gemüse wird teurer

17. Juli 2018 - 8:11 Uhr

Ernteeinbußen sorgen für Preisanstieg bei Gemüse

Während wir uns in weiten Teilen Deutschlands über den sonnigen Sommer freuen, macht den Bauern die Hitze zu schaffen. Sie müssen in diesem Jahr massive Ernteeinbußen hinnehmen. Im Norden und Osten hat es in den vergangenen Wochen viel zu wenig geregnet, im Süden dagegen hat Starkregen den angebauten Nutzpflanzen geschadet. Die Folge: Die Ernte fällt diesen Sommer um bis zu 50 Prozent geringer aus als sonst – und das treibt die Preise für frisches Gemüse nach oben.

Eisbergsalat, Kohlrabi und Co. sind teurer geworden

Während etwa ein Kopf Eisbergsalat im vergangenen Jahr noch 54 Cent kostete, sind es jetzt im Schnitt schon 68 Cent. Ein Kohlrabi kostet mit 42 Cent sechs Cent mehr als im Jahr davor. Für ein Kilo Brokkoli müssen Verbraucher derzeit sieben Cent mehr bezahlen als im Vorjahr. Für die Obsternte sieht es in diesem Jahr dagegen deutlich besser aus: Die deutschen Früchte reifen viel früher als in den vergangenen Jahren. Für Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen etwa rechnen Landwirte mit einer sehr üppigen Ernte - anders als im vergangenen Jahr, als es noch im April Frost gab.

Auf den Getreidefeldern sind die Pflanzen wegen der Trockenheit deutlich kleiner als sonst, die Körner viel winziger. Obwohl Getreide und Raps mit am meisten unter der Dürre gelitten haben, bleiben die Preise bei Backwaren dagegen derzeit noch konstant. Was Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Situation bei den Lebensmittelpreisen sagt, erfahren Sie im Video.

Dass die Gemüseregale im Supermarkt bald ganz leer bleiben, brauchen wir aber nicht zu befürchten: Zwar wird es schwieriger, regionale Produkte zu bekommen. Doch viele Ernteausfälle hierzulande können mit Importen aus dem Ausland aufgefangen werden.