Bein musste amputiert werden - Täter kommt in den Knast

Wegen Penisfotos: Mann rammt Nebenbuhler mit dem Auto

Dem 40-jährigen Österreicher musste ein Bein amputiert werden.
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27. Januar 2020 - 14:04 Uhr

Nähe Wien in Österreich: Penisfotos von Widersacher ließen Ehemann ausrasten

Weil ein Österreicher (40) einer verheirateten Frau immer wieder Fotos seines besten Stücks schickte, rastete deren Ehemann (39) aus. Er rammte in der Nähe von Wien seinen Nebenbuhler mit dem Auto und verletzte ihn so schwer, dass ihm ein Bein abgenommen werden musste. Jetzt musste sich der gebürtige Türke vor Gericht verantworten – wegen versuchten Mordes. Der 40-Jährige wurde wegen absichtlich schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Außerdem muss er 150.000 Euro Schadensersatz zahlen.

Angriff in Österreich war Beziehungstat

Offenbar konnte der 39-Jährige nicht ertragen, dass seine Frau eine Chataffäre mit dem Angeklagten hatte. Die beiden sollen sich gegenseitig Pornobilder geschickt haben.

Die Frau hat bei einer Poststelle gearbeitet, wo der Mann Kunde war. Sie soll offen mit ihm geflirtet haben. So begrüßte sie ihn immer mit den Worten: "Hallo schöner Mann". Später schickte sie ihm auch Nacktfotos von sich.

Als der jetzt Verurteilte Anfang Mai 2019 seine acht und 18 Jahre alten Kinder zum Arzt bringen wollte, fuhr er am Haus seines Widersachers vorbei und erblickte seinen Rivalen. Er rammte ihn mit dem Auto gegen den Gartenzaun – "unabsichtlich", wie er zunächst beteuerte. Die Ermittlungen ergaben dem Blatt zufolge jedoch, dass es sich um eine Beziehungstat handelte.

Bein musste amputiert werden

Österreicher verschickte Penisfotos
Weil der Österreicher (40) einer verheirateten Frau immer wieder Fotos seines besten Stücks schickte, rastete deren Ehemann (39) aus und rammte seinen Nebenbuhler mit dem Auto. Dem Opfer musste ein Bein abgenommen werden.
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Der 40-Jährige wurde nach dem Angriff per Helikopter ins Krankenhaus geflogen, allerdings konnte ein Bein nicht mehr gerettet werden. Auch das zweite Bein wurde schwer verletzt.

"Er wollte ihn keinesfalls schwer verletzen, weiters bestand zu keiner einzigen Sekunde eine Tötungsabsicht", erklärte Arbacher-Stöger, Anwalt des Angeklagten, gegenüber "heute.at".