Straßen waren 2020 deutlich leerer

Wegen Corona: Weniger Verkehrsunfälle in Niedersachen?

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13. April 2021 - 12:59 Uhr

Innenminister stellt Zahlen vor

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr für deutliche Veränderungen gesorgt – auch im Straßenverkehr. Viele Arbeitnehmer haben ihren Arbeitsplatz nach Hause verlegt, Reise-Möglichkeiten waren eingeschränkt. Weniger Verkehr bedeutete in Niedersachsen anscheinend auch einen Rückgang bei den Unfallzahlen. Am Dienstag stellte Innenminister Boris Pistorius (SPD) die polizeiliche Unfallstatistik vor.

Niedersachsen: Knapp über Bundestrend

Den offiziellen Zahlen zufolge gab es in Niedersachsen im vergangenen Jahr 184.844 Straßenverkehrsunfälle, 2019 waren es noch 218.029. Das entspricht einem Rückgang von 15,2%. Auch sank z.B. die Zahl der Verkehrstoten von 432 auf 370. Ingesamt sanken die Zahlen in vielen erfassten Bereichen. Aber "wir können mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das damit zusammenhängt, dass einfach weniger Menschen auf den Straßen unterwegs waren, ganz gleich mit welchem Verkehrsmittel", sagte Pistorius bei der Vorstellung der polizeilichen Unfallstatistik. Ob es also wirklich sicherer auf Niedersachsens Straßen geworden ist, bleibe abzuwarten.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge kamen 2020 deutschlandweit 2719 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, das waren knapp 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders gefährlich ist es aber weiterhin für Motorrad- und Fahrradfahrer - bei ihnen sank die Zahl der Todesopfer bundesweit nicht in dem Maße wie bei Autofahrern.

Quelle: DPA/RTL.de

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