Sorgt Corona für einen Babyboom?

Wegen Corona? Verkaufszahlen von Sex-Toys steigen weltweit

Sextoys können uns die lange Quarantäne-Zeit wegen Corona versüßen.
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14. März 2020 - 18:56 Uhr

So wird uns in der Corona-Zeit nicht langweilig

Sorgt Corona für einen Babyboom? Das Thema Hamsterkäufe wegen Corona betrifft anscheinend nicht nur Lebensmittel und Hygieneprodukte: Auch Sextoys erfreuen sich zurzeit immer größerer Beliebtheit. Seit Jahresbeginn liegen die Verkäufe von Vibratoren und Co. deutlich über den Prognosen. Grund dafür ist - laut Johanna Rief, Head of Sexual Empowerment der Sextoy-Marken We-Vibe und Womanizer - wohl die vorübergehende Quarantäne. Und die viele Zeit, die Paare nun zuhause haben. Und mal ganz ehrlich: Was gibt es Schöneres, als die viele freie Zeit für Selbstbefriedigung und Sexualität mit dem Partner zu nutzen?

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Verkaufsrekorde bei Sextoys

Egal, mit wem man zurzeit spricht oder welche Nachrichten man liest: Das Coronavirus ist allgegenwärtig und unumgänglich. In vielen Ländern tätigen die Menschen Hamsterkäufe, so dass ausverkauftes Desinfektionsmittel und Toilettenpapier inzwischen Alltag sind. Das Virus hat aber auch einen Einfluss auf die globale Sexual Wellness Industrie, so Johanna Rief. So berichteten Medien bereits von einer Knappheit an Kondomen, bei der Porno-Webseite Pornhub gibt's jetzt dank Corona einen Monat Pornhub-Premium kostenlos - und nun geraten auch Sextoys in den Fokus.  

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Viel Corona = viele Sextoys?

"Die internen Daten unserer Sextoy Marke Womanizer zeigen, dass die globalen Verkaufszahlen weit über den Prognosen liegen. So haben wir im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg von mehr als 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Vorhersage verzeichnet", so Johanna Rief. Und der genauere Blick auf einzelne Länder lässt ein Muster erkennen: Dort, wo es viele Corona-Fälle gibt, sind auch die Verkaufszahlen deutlich gestiegen:

Die Verkaufszahlen der Sex-Toy-Marke Womanizer von 1.1. bis 10.3.2020:

Italien: 60% über der Prognose
Frankreich: 40 % darüber
Vereinigte Staaten: 75% darüber
Kanada: 135 % darüber
DACH-Region: 40% darüber
Hongkong: 71% Anstieg von Januar zu Februar
Japan: 52% Anstieg von Januar zu Februar 
Australien: 31% Anstieg von Januar zu Februar
Großbritannien: 13% Anstieg von Januar zu Februar.

Sex braucht Zeit - und die haben wir jetzt

Für Rief ist dabei der Faktor Zeit der Entscheidende: "Wir wissen aus dem Feedback unserer Kunden sowie aus verschiedenen Umfragen, dass Zeit ein wichtiger Faktor ist, wenn es um Sexualität und Selbstbefriedigung geht. Die Aussicht, potentiell mit oder ohne Partner oder Partnerin eine längere Zeit zu Hause bleiben zu müssen, verleitet viele Menschen wohl dazu, Mittel und Wege zu finden, um das Beste aus der verfügbaren Zeit zu machen",  so Johanna Rief. 

Und das ist ja mal ein Aspekt an der Corona-Krise, der wirklich schön ist!

+++Wenn Sie wegen Coronavirus zu Hause bleiben: Wir haben noch zehn weitere Ideen zusammengestellt, mit denen man das Beste aus dieser Zeit macht.+++