Wegen Corona-Regeln: Gastronomie berichtet von Stornowelle

Eine Servicekraft räumt die Tische in einem Café ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Eine Servicekraft räumt die Tische in einem Café ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
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03. Dezember 2021 - 1:39 Uhr

Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Gastgewerbe und die Veranstaltungsbranche im Saarland schlagen angesichts der neuen strengen Corona-Regeln Alarm. "Alle bangen um ihre Existenz. Es herrscht Verunsicherung und Frust", teilte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Frank C. Hohrath mit. Am Freitag (12.30 Uhr) wollen Vertreter des PopRates, dem Interessenverband der saarländischen Kultur- und Eventbranche, und des Hotel- und Gaststättenverbandes über ihre aktuelle Situation informieren.

Im Saarland sind seit Donnerstag Clubs und Diskotheken geschlossen, in Gastronomie und Hotellerie gilt die 2G-plus-Regel. Das heißt: Ungeimpfte haben keinen Zutritt mehr, Geimpfte und Genesene müssen einen negativen Corona-Test vorlegen.

Aufgrund der angeratenen Kontaktbeschränkungen - auch für Geimpfte aus Solidarität mit den Ungeimpften im Freundes- oder Kollegenkreis - rausche laut Hohrath zudem eine Stornowelle durch die Gastronomie und Hotellerie. "Mitten im für die Branche überlebenswichtigen Weihnachtsgeschäft bleiben viele Gäste fern, sagen ihre Familienessen und Firmenfeiern ab."

Bereits im vergangenen Jahr hätten viele Familienunternehmen viel Geld investiert, damit der Betrieb überleben könne. "Ob das noch einmal funktioniert, weiß niemand."

Bei dem Pressegespräch wollen Praktiker aus der Branche nach Angaben Hohraths erklären, "wo die Tücken bei 2G Plus sind, warum das Weihnachtsgeschäft quasi vorbei ist und welche Hilfen die Branche und deren Beschäftigte jetzt brauchen".

© dpa-infocom, dpa:211202-99-233435/3

Quelle: DPA