14 Personen feierten trotz Corona-Verbot

Schluss mit lustig: Polizei Hamburg löst Poolparty auf

Badewetter
© dpa, Ralf Hirschberger, rhi pil

19. November 2020 - 8:36 Uhr

Nachbar fühlte sich durch laute Musik gestört

Nicht selten führen lautstarke Parties zu Polizeieinsätzen, nämlich immer dann, wenn Nachbarn sich durch die laute Musik gestört fühlen. Eigentlich dürften solche Besuche der Polizei momentan weniger sein, wegen der Kontaktbeschränkung auf maximal 10 Personen aus zwei Haushalten. Doch im Hamburger Stadtteil Lokstedt wurden Polizisten nun doch zu ungebetenen Gästen - auf einer Poolparty im Schwimmbad eines Mehrfamilienhauses mit 14 Feiernden.

Gastgeber leistet Widerstand

Klingt für manche eigentlich nach einer guten Party, wären wir nicht gerade mitten in der Corona-Pandemie: Ein privater Pool, laute Musik, gut gelaunte Menschen. Und die erhalten laut Polizei nun ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die sogenannte Eindämmungsverordnung. Der 22-jährige Gastgeber wurde sogar vorläufig festgenommen. Er wollte sich nicht ausweisen und hatte bei dem Einsatz in der Nacht zu Mittwoch (18. November 2020) versucht, die Tür vor den Polizisten zu verschließen, berichtet die Polizei. Dann ist der Mann, so die Polizei Hamburg in einer Pressemitteilung, mit erhobenen Fäusten auf die Beamten zugegangen und hatte versucht sie wegzuschubsen.

Auch Drogen wurden gefunden

Den 22-Jährigen erwartet laut Polizei nun ebenfalls ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung, ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln. Bei ihrem Einsatz fanden die Polizisten nämlich offenbar nicht nur die Feiernden, sondern, so die Polizei Hamburg, auch eine Cannabis-Pflanze, eine Ecstasy-Pille und einen Beutel mit Marihuana.