Wegen Corona-Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen

So wenig tödliche Unfälle wie seit 30 Jahren nicht mehr

Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" ist an einem Einsatzort zu sehen. Foto: Patrick Seeger/Archiv
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27. Oktober 2020 - 11:32 Uhr

Corona-Lockdown und Homeoffice verändern den Alltag auf Deutschlands Straßen

Seit März beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben in Deutschland. Lockdown, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen haben den Alltag und die Mobilität vieler Bürger stark verändert. Auch positiv: Das Statistische Bundesamt meldet, dass es seit dem Frühjahr bedeutend weniger Verkehrsunfälle gibt.

Rekord-Tiefstand der Unfälle im Straßenverkehr seit 1990

Weniger Leute unterwegs, heißt weniger Unfälle: Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in der Zeit von März bis Juni weniger Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr getötet. Insgesamt 880 Menschen starben in diesen vier Monaten 2020 bei Verkehrsunfällen. Zum Vergleich: Von März bis Juni 2019 waren es 1.069 Verkehrstote. Die Zahl der Verletzten sank ebenfalls um markante 25,5 % im Vergleich zum Vorjahr. 

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Rückgang vor allem bei Unfällen auf Autobahnen

Am stärksten gingen die Unfälle mit verletzten und getöteten Personen auf Autobahnen zurück. Zwischen März und Juni 2020 sank die Zahl der Autobahnunfälle, bei denen Personen getötet oder verletzt wurden, von 6600 auf 4000. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 39,3 %. Auf Landstraßen verringerten sich sich die Unfälle um 16,2 % und innerhalb von Ortschaften um 21,5 %.