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Wegen Corona-Krise: Telefonleitungen in Jobcentern völlig überlastet

Termine müssen nicht mehr abgesagt werden

Wegen Corona-Krise: Telefonleitungen in Jobcentern völlig überlastet

Die Zahl der Anrufe in Jobcentern sei inzwischen zehn Mal so hoch wie normalerweise.
Die Zahl der Anrufe in Jobcentern sei inzwischen zehn Mal so hoch wie normalerweise.
George Clerk

Jobcenter im Moment nur in Notfällen kontaktieren

Die Corona-Krise bekommen gerade auch die Arbeitsämter besonders zu spüren. Die Jobcenter und Arbeitsagenturen werden gerade von einer regelrechten Anrufflut überrollt, weil viele Bürger verunsichert sind oder zuhause bleiben müssen. Das Telefonnetz sei völlig überastet, so die Bundesagentur für Arbeit. Sie bat darum, Anrufe auf das Allernötigste zu beschränken. Auch Termine müssten im Moment nicht mehr abgesagt werden.

Es muss auch niemand mehr persönlich ins Jobcenter kommen

Die Zahl der Anrufe in Jobcentern sei inzwischen zehn Mal so hoch wie normalerweise. “Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar”, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

Die Behörde hat darum vorerst alle Fristen in Leistungsfragen ausgesetzt. Auch alle Termine in Jobcentern und Arbeitsagenturen müssen nicht abgesagt werden. Kunden können einfach zuhause bleiben. “Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen”, so die Arbeitsagentur. Seit dem 16. März 2020 ist auch niemand mehr verpflichtet, persönlich im Arbeitsamt vorzusprechen, zum Beispiel für Anträge auf Hartz-IV-Leistungen.

Jobcenter sind weiter für ihre Kunden da

Alle Anliegen könnten telefonisch, online oder per formlosem Brief geklärt werden. Man arbeite daran, Telefon- und Online-Zugänge für die Kunden auszubauen, erklärte die Arbeitsagentur auf ihrer Internetseite. Man wolle weitere Nummern freischalten, um die Erreichbarkeit der Ämter zu gewährleisten. “Jobcenter und Arbeitsagenturen sind weiter für die Kunden da.” In Notfällen könne man auch weiterhin persönlich in die Dienststellen kommen. “Die Zahlung der Geldleistungen ist gewährleistet, auch wenn eine Geschäftsstelle geschlossen ist”, so die Behörde auf ihrer Website.