Fastfood-Riese verzichtet vorübergehend auf Millionen

Wegen Corona-Krise: Mc-Donald's-Restaurantbetreiber dürfen Miete und Gebühren später zahlen

McDonalds Restaurantbetreiber dürfen wegen Corona-Krise Miete und Gebühren später zahlen
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22. Mai 2020 - 15:16 Uhr

Mc Donald's greift seinen Franchise-Partnern kräftig unter die Arme

Auch wenn viele Restaurants, Cafés und Kneipen unter strengen Hygiene-Regeln wieder Gäste empfangen dürfen: Die Gastro-Branche hat in der Corona-Krise hart zu kämpfen. Das gilt auch für die Betreiber von großen Franchise-Restaurants. Denn auch wenn die während des Lockdowns teilweise noch per Drive-Ins oder Fensterverkauf Kunden bedienen konnten, kamen viel weniger Kunden. Das bedeutet hohe finanzielle Verluste auch für die Franchise-Restaurantbetreiber und bedroht somit unsere Lieblingsfastfood-, Café- und Snackketten. Trotzdem haben sie Vorteile gegenüber anderen Gastronomen. Mc Donald's greift seinen Franchise-Partnern beispielsweise kräftig unter die Arme.

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Mc Donald's verzichtet vorübergehend auf Millionen

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, verzichtet Mc Donald's in der Corona-Krise auf einen Teil der Zahlungen seiner Restaurantbetreiber in Deutschland. Ihnen wurden die Pacht- und Franchisegebühren für März und April gestundet. Ein Teil der Miete sei sogar erlassen worden. Dem Bericht zufolge verzichtet das Unternehmen für seine Franchise-Partner vorübergehend auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Außerdem plane der Fastfood-Gigant eine große  Werbeoffensive. Hintergrund sei, dass von Montag an wieder in allen Bundesländern auch die Innenräume der Schnellrestaurants genutzt werden können. Während des Lockdowns hat Mc Donald's zwar weiter per Drive-In-Schalter verkauft, damit habe man aber den Wegfall der Innenräume bei weitem nicht kompensieren können, sagte Mc-Donald's-Deutschland-Chef Holger Beeck dem Blatt.

Franchise-Betreiber im Vorteil

Auch andere Restaurantketten versuchen ihre Betreiber zu entlasten. So teilt Burgerking auf RTL-Nachfrage mit, noch mehr als sonst im engen Austausch mit seinen Franchisepartnern während der Corona-Krise zu stehen. So habe Burgerking dafür mit seinen Franchisenehmern unter anderem die Möglichkeit der Inanspruchnahme von staatlichen Hilfsmitteln besprochen – wie Steuer- und Beitragsstundungen. Darüber hinaus habe die Fastfoodkette seine Betreiber über weitere Möglichkeiten wie Kfw-Kredite aufgeklärt.

Torben Leif Brodersen vom deutschen Franchise-Verband erklärt gegenüber RTL, dass Betreiber von Franchise-Restaurants insgesamt einen Vorteil gegenüber anderen Gastronomen in der Corona-Krise hätten: "Die Partnerschaften machen sich jetzt bezahlt. Die Franchise-Unternehmer unterstützen ihre Restaurantbetreiber, die müssen sich jetzt nicht alleine durch diese Zeit kämpfen. Da geht es vor allen Dingen um Know-How, Entwicklungsstrategien, aber auch Finanzielles."

Viele Franchise-Unternehmen seien beispielsweise Besitzer der Restaurantflächen und hätten deswegen viel mehr Möglichkeiten, Mieten zu stunden oder auf Gebühren zu verzichten. Auch könne man im großen Netz viel besser Innovationen besprechen, die durch die Krise helfen sollen.

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