Lesen wird digital

Wegen Corona: Frankfurter Buchmesse findet nur online statt

Zahl der E-Book-Käufer steigt (Symbolbild)
© dpa, Robert Günther, av sir kde

13. Oktober 2020 - 13:11 Uhr

Frankfurter Buchmesse wird eröffnet

Lesen ist wichtig, Gerade auch in Corona-Zeiten, wo man zwangsläufig häufiger Zeit mit sich alleine verbringt. Da tut ein schönes Buch gut. Und deswegen will die Frankfurter Buchmesse die Leser nicht im Stich lassen.

Gesamte Messe findet im Internet statt

Wegen der wieder steigenden Corona-Fallzahlen wird die Messe in diesem Jahr allerdings ohne Publikum eröffnet. Der Festakt war ohnehin deutlich kleiner geplant als in den Vorjahren. Lediglich 250 Gäste wären in der Festhalle zugelassen gewesen. Doch nun wurde entschieden: Die Eröffnungsfeier findet nur online statt, das Publikum kann im Internet via Livestream dabei sein. Die gesamte Messe bis Sonntag (18. Oktober) findet fast ausschließlich im Internet statt. Die Veranstaltungen für Fachbesucher sind nur als digitale Konferenzen geplant.

6,5 Millionen Menschen in Deutschland kauften im Jahr 2019 mindestens ein E-Book

Eine Online-Buchmesse also, ohne Stöbern an den Ständen, das ähnlich wie der Gang durch die Bücherhandlung oft anregend und inspirierend sein kann. Man könnte sagen, dass diese Veranstaltung stellvertretend für die Entwicklung auf dem Büchermarkt steht. Das Schmökern in digitalen Formaten ist längst im Alltag angekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kauften 6,5 Millionen Menschen in Deutschland im Jahr 2019 mindestens ein E-Book. Das waren rund 9 % der Bevölkerung ab zehn Jahren. Die Zahl der E-Book-Leserinnen und Leser in Deutschland hat gegenüber 2017 um 12 % zugenommen.

Auch E-Zeitungen und E-Zeitschriften werden beliebter. 3,9 Millionen Menschen kauften mindestens eine digitale Ausgabe. Das waren 5,3 % der Bevölkerung und rund 1,1 Millionen Onlinekäuferinnen und -käufer mehr als 2017.