Wegen Behinderung verstoßen: Baby Adam sollte sterben - Paar mit Herz verhindert das

27. Mai 2016 - 15:35 Uhr

"In Indien hätte Adam keine zwei Monate überlebt"

Keine Augenlider, keine Nase, keine Hände: Als der kleine Adam auf die Welt kam, war er nicht das Baby, das seine Eltern sich gewünscht hatten. Sie wollten ihn nicht und hätten ihn sterben lassen. Ein Paar mit einem großen Herz verhinderte das.

Jessica Cooksey Paulraj und ihr Ehemann Raja arbeiteten in einem Krankenhaus in Indien. Dort kam Adam zur Welt. Sein Gesicht war schwer deformiert, seine Beine zusammengewachsen. Doch sein Gehirn, das Herz und die Lungen funktionierten einwandfrei. Seine leiblichen Eltern betrachteten das Baby als Schande. "Ich bekam einen Anruf aus ihrem Heimatdorf", erzählt Raja Paulraj 'CBN'. "Seine Eltern wollten ihn nicht. Sie würden ihn verstoßen oder vergiften." Jessica Cooksey Paulraj blutete das Herz. Warum sollte Adam keine Familie verdient haben, die ihn liebt?

Mit ihrem Ehemann fasst die Krankenschwester einen Entschluss: Sie würden Adam adoptieren. In den USA sucht das Paar Hilfe und findet sie im North Carolina Kinderkrankenhaus bei Dr. John van Aalst. "In Indien hätte Adam keine zwei Monate überlebt", sagt der Chirurg. Er nimmt die Herausforderung an.

Van Aalst entwickelt einen umfangreichen Operationsplan für den kleinen Adam. Die astronomisch hohen Kosten können die Paulrajs allerdings nicht bezahlen - doch die Zeit drängt. Adam kann seine Augen und den Mund nicht schließen. Die Geschichte des kleinen Jungen verbreitet sich schnell im Krankenhaus. Über eine Stiftung ruft die Klinik eine Spendenkampagne ins Leben. Die Resonanz ist überwältigend: In einer Woche kommen knapp 90.000 Euro zusammen.

"Ist er perfekt? Ja. Wird er jemals nach den üblichen Standards als normal gelten? Nein", erklärt van Aalst. Viele Operationen werden noch folgen. Doch für Familie Paulraj ist klar: Sie haben das Richtige getan. Was sie selbst über ihr Leben mit Adam sagen, sehen Sie im Video und auf ihrem Blog 'weunformed.com'.