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Wegen Anthony Modestes Rückkehr zum 1. FC Köln: Tianjin Quanjian droht mit Klage

Wegen Anthony Modestes Rückkehr zum 1. FC Köln: Tianjin Quanjian droht mit Klage

1.FC Köln U21 U 21 Training Anthony Modeste hält sich bei den Amateuren fit Anthony Modeste 03.10.2018 *** Sport 1 FC Cologne U21 Training Anthony Modeste keeps fit with the amateurs Anthony Modeste 03 10 2018
Seit Samstag offiziell: Anthony Modeste heuert zum zweiten Mal beim 1. FC Köln an.
imago sportfotodienst, imago/Herbert Bucco, Herbert Bucco

Erst Einigung, dann Klage? Modestes Ex-Club will vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen

Es war die Sensationsmeldung für alle Fans des 1. FC Köln: Publikumsliebling Anthony Modeste kehrt zu den Geißböcken zurück und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2023 . Bei Tianjin Quanjian, dem chinesischen Ex-Club des 30-jährigen Torjägers kamen die Sensationsmeldungen aus Deutschland allerdings weniger gut an. Trotz einer vom FC vermeldeten Einigung zwischen beiden Vereinen, wollen die Chinesen vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

Ex-Kanzlerkandidat fädelte den Modeste-Deal mit ein

"Wir werden alles tun, um unsere Interessen zu verteidigen. Wir haben uns vorbereitet, um eine Klage gegen den 1. FC Köln und Anthony Modeste vor dem Sportgerichtshof (CAS) zu initiieren“, veröffentlichte Modestes Ex-Club Tianjin Quanjian eine Erklärung, wie "Titan Sports“ aus Peking vermeldete. Eine Meldung, die viele in Köln irritiert.

Noch am Abend der Gala des 70-jährigen Geburtstages des 1. FC Köln, verkündete Ex-Kanzlerkandidat und FC-Fan Martin Schulz, der den Modeste-Deal für den FC mit einfädelte: "Ich habe ein paar Kontakte in China. Es ist in den vergangenen drei Wochen gelungen, die Chinesen zu überzeugen, dass Tony in Köln besser aufgehoben ist." Jetzt die Rolle rückwärts?

FC-Bosse lässt die Drohnung aus China kalt

Geschäftsführer Alexander Wehrle
Steht den Drohungen aus China gelassen gegenüber: FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle
deutsche presse agentur

Das Störmanöver aus China trübte die Freude über die Rückkehr des Torjägers in die Domstadt allerdings nur unwesentlich. Die CAS-Drohung lässt die Macher beim FC vielmehr kalt. "Nach den Informationen und Bewertungen unserer Anwälte und seines Anwalts, die wir bekommen haben, hat er wirksam gekündigt. Entsprechend werden wir das vorgeschriebene Verfahren bei der FIFA einleiten und gehen davon aus, dass Tony zeitnah eine Spielgenehmigung erhält", erklärte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln.

Zunächst liegt das Verfahren ohnehin beim Weltverband, der CAS kommt als letzte Instanz zu Wort. Sollte die FIFA Modeste eine Spielgenehmigung erteilen, könnten die Chinesen diesen Schritt gehen. Ob sie mit ihrer Klage allerdings Erfolg haben werden, steht auf einem anderen Blatt.