Wegen anonymer Bombendrohung

Linken-Parteizentrale in Berlin evakuiert

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22. Juli 2019 - 15:48 Uhr

Polizei lässt das Gebäude zur Sicherheit räumen

Die Parteizentrale der Partei "Die Linke" in Berlin wurde evakuiert. Eigentlich hätte dort eine Pressekonferenz stattfinden sollen. Weil aber eine anonyme Droh-Mail bei der Partei einging, wurde entschieden, das Gebäude aus Sicherheitsgründen zu räumen. Am Vormittag hätten daher alle Mitarbeiter das Karl-Liebknecht-Haus in Berlin-Mitte verlassen. Unterzeichnet war die E-Mail laut einer Parteisprecherin mit "Combat 18".

Gefahrenlage wieder aufgehoben

Die Polizei hat die Gefahrenlage inzwischen wieder aufgehoben. Vor dem Eingangsbereich des Gebäudes hatte die Polizei einen kleinen Sperrkreis errichtet.

Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen. Ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat sei eingeleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Berliner Polizei erklärte, die Ernsthaftigkeit des Schreibens werde geprüft. Die Evakuierung sei auf Initiative der Linken erfolgt. Der Linken-Politiker Malte Fiedler sprach in einem Tweet von "rechtem Terror".

"Ihr kriegt uns nicht klein"

Andere Politiker der Partei äußerten sich ähnlich. "So eine Bombendrohung zeigt, wie nahe und gefährlich der Rechtsterrorismus ist. Aber wir werden uns davon nicht einschüchtern lassen", sagte eine Sprecherin. "Ihr kriegt uns nicht klein", twitterte der stellvertretende Landeschef der Berliner Linken, Tobias Schulze.

"Combat 18", der vermeintliche Unterzeichner des Schreibens - gilt als bewaffneter Arm des verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood & Honour" (Blut und Ehre). Die 18 ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H - die Initialen von Adolf Hitler.