Wechsel: Hütter macht Neuhaus nicht zum Sündenbock

Trainer Adi Hütter. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild
Trainer Adi Hütter. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild
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28. November 2021 - 9:42 Uhr

Köln (dpa) - Eigentlich wollte Florian Neuhaus seinem Trainer Adi Hütter kräftig was beweisen: Nachdem der Fußball-Nationalspieler öffentlich mangelndes Vertrauen beklagt hatte, hatte er seine Chance beim 4:0 in Fürth in der Vorwoche eigentlich genutzt. Und nun, im Derby in Köln, saß er wieder 65 Minuten lang auf der Bank.

Beim Stand von 0:1 brachte Hütter ihn, um das Spiel zu drehen. Doch es lief anders als erhofft. Drei Minuten nach dem Ausgleich spielte er Mark Uth den Ball unbedrängt in die Füße. Uth traf zur erneuten Kölner Führung, am Ende stand ein frustrierendes 1:4 für die Borussia.

Hütter wehrte sich aber dagegen, Neuhaus zum Sündenbock zu machen. "Das war sicherlich eine Schlüsselszene", sagte der Österreicher: "Aber wir gewinnen zusammen - und wir verlieren zusammen. Und ich trage die Verantwortung."

Fakt ist: Langfristig wird es für Neuhaus schwer, seinen Stammplatz zurückzuerobern. Auch wenn Bundestrainer Hansi Flick ihm in den vergangenen Wochen als Ersatzspieler das Vertrauen schenkte, wird er spielen müssen, um seinen Platz im WM-Kader nicht zu gefährden. "Ich könnte mir vorstellen, dass etwas Dynamik in diese Personalie kommt in den nächsten Wochen", sagte Sky-Experte Dietmar Hamann.

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Quelle: DPA