Dortmund-Boss bekräftigt

Watzke: Keine Hilfe für Chaos-Clubs

Fußball: 1. Bundesliga, Saison 2019/2020, Mitgliederversammlung des BV. Borussia 09 e.V. Dortmund am 24.11.2019 in der
© imago images/Kirchner-Media, Kirchner/Christopher Neundorf via www.imago-images.de, www.imago-images.de

18. März 2020 - 20:17 Uhr

Watzke bekräftigt Standpunkt

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Weigerung von Borussia Dortmund erneuert, aus seiner Sicht finanziell fragwürdig geführten Fußball-Klubs durch die Coronakrise zu helfen. Bereits vor wenigen Tagen hatte sich der BVB-Boss dahingehend geäußert und dafür einen Shitstorm im Netz kassiert.

Klingt erst mal gut, aber...

"Solidarfonds klingt ja erst mal gut", sagte Watzke nun im Interview mit dem Fußball-Magazin "11 Freunde", "aber man müsste sich ansehen, wie ein solcher Fonds dann aufgebaut wäre. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass Klubs, die in den vergangenen Jahren sportlich und ökonomisch viele Fehler gemacht haben, am Ende davon profitieren." Sollten Vereine aber unverschuldet "durch diese nicht vorhersehbare Ausnahmesituation" in Not geraten, werde der BVB "sicher nicht unsolidarisch sein". Die Borussia stehe auch dank eines erhöhten Kreditrahmens nicht vor Geldproblemen.

Bundesliga-Saison schnell wieder aufnehmen

Wie auch andere Funktionäre sprach sich Watzke dafür aus, so schnell wie möglich und verantwortbar den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Die Meisterschale werde weder der Menge am Dortmunder Borsigplatz gezeigt werden noch auf dem Münchner Marienplatz oder sonst wo, sagte er: "Dennoch müssen wir die Saison beenden, ansonsten wird's finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fußball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag."

Watzke will angeblich auf Gehalt verzichten

Nach "kicker"-Informationen soll Watzke selbst bereit sein, auf ein Drittel seiner Vergütung zu verzichten, so lange der Ball in der Bundesliga nicht rollt. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde dem 60-Jährigen eine Festvergütung in Höhe von 1,9 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Äußerungen von Watzke zu einem möglichen Solidarfonds sind umstritten. Hier geht es zu unserem Kommentar.

rtl.de/sid