Watt-Krimi: Jetzt spricht der Vater des 8-Jährigen

"Für mich ist das wichtigste, dass mein Sohn wohlbehalten zurückkehrt"

© Polizei

24. Oktober 2019 - 11:08 Uhr

RTL hat mit dem Vater des abgetauchten Jungen (8) gesprochen

Seit Wochen kämpft der Vater des achtjährigen Jungen um das Sorgerecht für seinen Sohn. Der Mann aus Hessen will ihn vor Gericht aus den Fittichen seiner kriminellen Mutter nehmen. Doch seine Ex-Freundin Cora A. ist mit ihrem gemeinsamen Sohn abgetaucht. Seit nun mehr elf Tagen sind sie auf der Flucht, könnten sich nach Spanien abgesetzt haben. RTL-Reporter haben mit dem besorgten Vater gesprochen. Er will nur, dass sein Sohn wohlbehalten zurückkehrt.

Vater: Seine Ex-Frau habe psychische Probleme

Zuletzt hat der Vater des verschwundenen Jungen seine Ex im September 2019 gesehen. Vor Gericht verhandelten sie über das Aufenthaltsbestimmungsrecht ihres Sohnes. Dann der Schock: Cora ist mit seinem Sohn am Watt vor Brunsbüttel plötzlich abgetaucht - und das einen Tag bevor sie eine Haftstrafe antreten sollte. Kurz darauf habe er in Kontakt mit den Behörden gestanden, erzählt er. Doch seit Tagen würde Funkstille herrschen. Alles was er über den aktuellen Stand wisse, habe er über die Medien erfahren, so der Vater.

Dabei hätte es seiner Ansicht nach es gar nicht erst soweit kommen dürfen. Es sei bekannt gewesen, dass die Mutter seines Kindes psychische Probleme habe. "Mir ist nicht klar, warum erst etwas passieren muss, bis die Ämter eine Entscheidung treffen", so der Vater.

Cora A. hatte ihr Verschwinden offenbar inszeniert

Am 13. Oktober ist Cora mit ihrem achtjährigen Sohn verschwunden. Ihre 19-jährige Tochter, die aus ihrer ersten Ehe stammt, hatte die Polizei am Abend alarmiert. Daraufhin suchten etliche Rettungskräfte die Elbe und das Ufer im Watt vor Brunsbüttel ab. Am Strand fanden sie Schuhe und Kleidungsstücke sowie Fußspuren, die ins Wasser führten. Die 41-Jährige hatte ihr Verschwinden offenbar so inszeniert, dass es nach Selbstmord aussah.

Doch bereits zu Beginn der Ermittlungen deutete vieles daraufhin, dass sich die Frau gezielt abgesetzt hat.

Lebenszeichen von verschwundener Cora A. aus Brunsbüttel

Am Dienstag dann das erste Lebenszeichen: Cora habe eine neunminütiges Telefonat mit ihrer in Hessen lebenden Nichte geführt, teilte die Polizei mit. Sie habe mit unterdrückter Nummer angerufen und sich über den Stand der Ermittlungen erkundigt. Zu ihrem Aufenthaltsort machte sie keine Angaben.

​Zwischenzeitlich berichteten Medien, die Frau habe sich nach Spanien abgesetzt. Dazu teilte die Polizei lediglich mit, man habe festgestellt, dass sie in dem Land keine Verwandten habe. "Von daher ist der Aufenthaltsort wieder relativ offen", heißt es.