Weil er aus Angst vor Corona nicht trainieren will

Watford-Kapitän Troy Deeney bekommt Hass-Botschaften

FILE PHOTO: Premier League - Manchester United v Watford
© Action Images via Reuters, Lee Smith, /FW1F/Christian Radnedge

28. Mai 2020 - 19:30 Uhr

Fußball-Profi sorgt sich um Familie und wird massiv beleidigt

Wie abartig manche Menschen ticken, muss gerade Fußball-Profi Troy Deeney erfahren. Der Kapitän von Premier-League-Club FC Watford sorgt sich um die Gesundheit seiner Familie, will deshalb nicht beim Mannschaftstraining mitmachen. Dafür wird er im Netz massiv angefeindet. Die Hassbotschaften beziehen sich auch auf seinen erst wenige Monate alten Sohn. Der Profi ist schockiert.

"Hoffe, Ihr Sohn bekommt Corona"

Weil Deeney, aus Angst vor dem Coronavirus nicht trainieren will, wird seine Familie im Internet beleidigt. "Ich habe einige Kommentare zu meinem Sohn gesehen. Die Leute sagten: 'Ich hoffe, Ihr Sohn bekommt Corona' ", sagte der 31-Jährige bei CNN. Zudem werde Deeney selbst aufgefordert, doch wieder zur Arbeit zu gehen.

Der 31-Jährige hatte Mitte Mai verkündet, er wolle aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht mit seinen Teamkollegen trainieren. "Mein Sohn ist fünf Monate alt und hatte schon Atembeschwerden. Ich möchte nicht nach Hause kommen und ihn einer Gefahr aussetzen", sagte der Spieler.

Schon zuvor hatte sich die Liga darauf geeinigt, das kontaktlose Training zu erlauben.

Nun sind die Premier-League-Clubs noch einen Schritt weitergegangen und haben sich einstimmig für die Rückkehr ins Mannschaftstraining entschieden. Demnach ist auch das wettkampforientierte Training ohne die Einhaltung von Sicherheitsabständen wieder erlaubt.

Außerdem haben sich die Vereine laut Medienberichten auf ein Re-Start-Datum geeinigt: Ab 17. Juni soll in der Premier League der Ball wieder rollen - vor leeren Rängen versteht sich.

ntv.de/RTL.de/dpa