Emotionale Empfehlungen zum CSD

Diese Serien, Filme und Hörbücher feiern unsere Vielfalt

© REUTERS, LUCY NICHOLSON

8. Juli 2019 - 6:28 Uhr

Haben Sie diese Titel schon gesehen oder gehört?

Kaum etwas zeigt die Vielfalt der Liebe mit so viel Gefühl, wie Serien, Filme und Hörbücher. Sie nehmen uns mit auf die Reise der Charaktere und geben einen Einblick in ein Leben, das oft so ganz anders ist, als das eigene. Pünktlich zum Christopher Street Day empfehlen wir daher die schönsten, emotionalsten und witzigsten Titel für ein queeres Wochenende.

Sie sind überfordert von den vielen neuen Begriffen, wie LGBT, queer oder trans? Wir erklären, was die Begriffe bedeuten und wie man sie verwendet.

Serien, die die Vielfalt feiern

"Queer Eye" hat sich binnen drei Jahren zum weltweiten Hit entwickelt. Die homosexuellen "Fabulous Five", bestehend aus Karamo, Jonathan, Bobby, Tan und Antoni stylen pro Folge einen meist heterosexuellen Mann um. Die Begegnungen sind lustig, herzerwärmend und manchmal auch aufwühlend. Klare Botschaft: Wir sind alle Menschen und wenn wir miteinander sprechen, lassen sich alle Hürden abbauen.

Die US-Serie "Girls"* ist herrlich verrückt, versaut und auch immer wieder ein bisschen queer. Hauptdarstellerin Hannah (Lena Dunham) knutscht mit Frauen, ihr biederer Vater outet sich plötzlich als schwul, alle wirken wie mit Glitzer berieselt. Für Fans von "Sex and the City" und "Gilmore Girls".

Eric Effiong ist nicht die Hauptfigur der Netflix-Serie "Sex Education", aber auf jeden Fall die beeindruckendste. Der Teenager steht nicht nur offen zu seiner Homosexualität, sondern auch zu seinem Faible für bunte, schillernde und sehr feminine Kleidung, Accessoires und Make-up. Als er jedoch Opfer von homophober Gewalt wird, erleidet er ein emotionales Trauma, das den Zuschauer zutiefst berührt. Umso schöner ist sein langsamer Kampf zurück zu seiner alten Lebensfreude und schließlich der emotionale Moment, in dem Eric auch die bedingungslose Anerkennung seines Vaters erlangt.

In "Orange is the New Black"* geht es fast nur um Frauen, schließlich sitzen alle Protagonistinnen im US-Knast. Viele der Charaktere führen Beziehungen, entwickeln Gefühle füreinander und zeigen die Dynamik weiblicher Beziehungen. Erzählt wird die Geschichte über insgesamt sieben Staffeln und mehr als 80 Episoden.

Hörbücher, die andere Perspektiven zeigen

"Ein wirklich erstaunliches Ding"* - das Erstlingswerk von Youtube-Urgestein Hank Green (Bruder von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"-Autor John Green) ist wirklich ein "erstaunliches Ding". Als April May, eine bisexuelle 23-jährige Kunsthochschulabsolventin, die in einem ausbeutenden Start-up-Job gelandet ist, eines nachts eine riesige Samurai-Statue entdeckt, nennt sie diese Carl und lädt ein Video von ihm auf Youtube hoch. Was sie nicht weiß: Zeitgleich sind 60 dieser Statuen auf der ganzen Welt aufgetaucht und es verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass die Carls Aliens sind – und April wird als Erstkontakt berühmt. Das ist unter anderem eine Herausforderung für ihre noch frische Beziehung mit ihrer Mitbewohnerin Maya.

In "Die Mitte der Welt"* zeigt Andreas Steinhöfel die bewegende Geschichte des Coming-outs des 17-jährigen Phils. Inmitten familiärer Sorgen, fühlt sich der Junge hingezogen zum scheinbar unerreichbaren Nicholas und langsam versteht er, dass er schwul ist. Ein wunderbares Hörbuch, das Mut macht und Verständnis schafft.

Beeindruckende Filme

"The Danish Girl": Der Maler Einar Wegener (Eddie Redmayne) endteckt beim Modell stehen seine Neigung, als Frau leben zu wollen. Foto: Agatha A. Nitecka/Universal Pictures/dpa
The Danish Girl
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"The Danish Girl"* erzählt die Geschichte von Lili Elbe, der ersten transsexuellen Frau der Welt. Geboren als Einer Wegener, führt Lili als männlicher Künstler ein bewegtes Leben in den 1920ern in Kopenhagen, doch fühlt sie sich mehr und mehr im falschen Körper. Die Hollywood-Verfilmung mit Eddie Redmayne zeigt den Prozess ihrer Verwandlung und den mutigen Schritt der ersten geschlechtsangleichenden Operation.

Im Jahr 1985 erkrankt in "Dallas Buyers Club"* ein homophober Cowboy, Ron Woodroof (Matthew McConaughey), an Aids. Da er sich nicht mit seinem Todesurteil abfinden will, findet der gewiefte Patient Mittel und Wege, um illegal an Medikamente aus Mexiko zu kommen. Um auch anderen Patienten zu helfen – und nebenbei Geld zu scheffeln – gründet er einen Club von Käufern dieser Arzneimittel, den "Dallas Buyers Club". Dabei lernt er auch den ebenfalls HIV-positiven Transvestit Rayon (Jared Leto) kennen. Matthew und Jared haben völlig zurecht alle Preise für ihre Performances abgeräumt!

Die Buchverfilmung von David Levithans "Every Day" (wunderschöner deutscher Titel: "Letztendlich sind wir dem Universum egal") Young-Adult-Roman geht auf eine sehr besondere Weise an das Thema Genderzugehörigkeit heran. Es geht nämlich um A, einen Menschen, der jeden Morgen in einem anderen Körper wach wird. Mal männlich, mal weiblich, mal weiß, mal als Person of Color. Als A im Körper von Justin ist, verliebt er sich in dessen Freundin Rhiannon und gibt dann alles daran, ihr wieder zu begegnen – egal in welchem Körper A gerade steckt.

"Love, Simon"* ist eine süße Teenie-Rom-Com um einen schwulen Highschoolschüler, der sich nicht traut, sich zu outen. Als ein Mitschüler sich im Internet anonym zu seiner Homosexualität bekennt, entsteht zwischen beiden eine E-Mail-Freundschaft – bis Simon sich verliebt und herauszufinden versucht, wer sich hinter seinem Brieffreund Blue verbirgt.

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