Wasserwerfer-Prozess: Polizei sah sich bei Stuttgart 21 Demos überfordert

02. Juli 2014 - 7:18 Uhr

Beim harten Einsatz gegen Stuttgart-21-Gegner vor rund vier Jahren hat die Polizei nach Aussagen vor Gericht aus Überforderung auf Gewalt zurückgreifen müssen. Ohne Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke habe man am sogenannten Schwarzen Donnerstag am 30. September 2010 nicht gegen "die schiere Masse" an Demonstranten im Schlossgarten bestehen können. Das sagte einer der beiden wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagten Polizeiführer im Stuttgarter Wasserwerfer-Prozess.

Der Einsatz dieser Zwangsmittel sei ihnen unmittelbar von der Einsatzleitung um Stuttgarts damaligen Polizeichef Siegfried Stumpf erlaubt worden, erklärten die Angeklagten. Laut Innenministerium wurden an dem Tag 130 Demonstranten und 34 Polizisten verletzt.