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Washington: Trump lässt sich von Anhängern feiern: Wir werden Beweise für Wahlmanipulation vorlegen

Noch-US-Präsident spricht zu Anhängern

Donald Trump: Wir werden Beweise für Wahlmanipulation vorlegen

Trump lässt sich von Anhängern feiern Proteste in Washington
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Proteste in Washington
Trump lässt sich von Anhängern feiern

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Trump-Anhänger protestieren in Washington

Tausende Unterstützer des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump haben sich am Mittwoch in Washington versammelt. Im Ellipse-Park vor dem Weißen Haus ließ sich der 74-Jährige feiern. „Hunderttausende seien anwesend“, sagte Trump und warf den Medien vor, die Bilder der Menschenmassen nicht zeigen zu wollen.

Trump spricht erneut von Wahlbetrug

Gleich zu Beginn seiner Rede wiederholte Trump seine Behauptung, dass die vergangene US-Wahl manipuliert worden sei. „Wir werden niemals aufgeben, wir werden niemals zugeben, dass wir die Wahl verloren haben“, sagte er und sprach wieder mal von „Diebstahl“. Er werde Beweise vorlegen, sagte er. Seinen Stellvertreter Mike Pence rief er dazu auf, den Kongress daran zu hindern, das Ergebnis der US-Wahl zu bestätigen. „Wenn Mike Pence tut, was richtig ist, werden wir die Wahl gewinnen“, sagte Trump. Pence solle die Ergebnisse an die Bundesstaaten zurücksenden. Doch Pence stellt sich gegen Trump. Sein Eid zum Schutz der Verfassung erlaube ihm das nicht, teilte Pence kurz vor Beginn der Sitzung am Mittwoch mit.

In der Sitzung des Kongresses soll der Sieg von Trumps demokratischem Gegenspieler Joe Biden bei der Wahl im November bestätigt werden. Das Gesetz sieht für den Vizepräsidenten jedoch nur eine zeremonielle Rolle vor. Trump hatte Pence bereits zuvor über Twitter aufgefordert, sich bei der Sitzung des Kongresses für den von ihm gewünschten Wahlsieg einzusetzen.

Republikaner wollen Kongress-Sitzung stören

Pence wird der gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern im Kongress als Präsident des Senats vorstehen. Bei der Bestätigung der Ergebnisse - üblicherweise eine reine Formalität - planen mehrere republikanische Senatoren und Abgeordnete eine Störaktion. Sie haben angekündigt, Wahlergebnissen einzelner Bundesstaaten zu widersprechen und damit eine Debatte und Abstimmungen in den beiden Kammern zu erzwingen.

Das Prozedere dürfte die Bestätigung um Stunden verzögern, kann das Ergebnis jedoch letztlich nicht ändern. Dafür wäre eine Mehrheit in beiden Parlamentskammern nötig - im Repräsentantenhaus haben aber Bidens Demokraten die Mehrheit.

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Trump-Sohn spricht zu Demonstranten

Im Vorfeld wandte sich Trumps Sohn Eric Trump an die Menge und wiederholte nicht näher belegte Wahlfälschungsvorwürfe. "Gibt es hier irgendjemanden, der wirklich denkt, dass Joe Biden diese Wahl gewonnen hat?", sagte Eric Trump. "Sie können lügen, sie können betrügen, sie können stehlen. Mein Vater hat eine Bewegung angestoßen, und diese Bewegung wird niemals niemals untergehen." Donald Trump weigert sich weiterhin, seine Wahlniederlage anzuerkennen, und lässt keine Gelegenheit aus, angeblichen Wahlbetrug anzuprangern - ohne Beweise für seine Behauptungen zu liefern.