Waschmittel ins Freibad geschüttet: Schulz gesteht Youtubern seine zweitgrößte Jugendsünde

Im Interview mit vier Youtubern verriet der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auch seine zweitgrößte Jugendsünde.
Im Interview mit vier Youtubern verriet der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auch seine zweitgrößte Jugendsünde.

05. September 2017 - 18:03 Uhr

Jugendsünden, Hasskommentare und Butterpreise

Nach dem eher unspektakulären TV-Duell gibt es im Wahlkampf doch noch Überraschungen. Im Interview mit den vier Youtubern Nihan, ItsColeSlaw, MrWissen2Go und MarcelScorpion plauderte der SPD-Kanzlerkandidat locker über Jugendsünden, Hasskommentare und Butterpreise. Bei vielen Zuschauern kam das gut an.

Sein größter Traum ist geplatzt

Nihan fragte Schulz nach dem größten Mist, den er in seiner Jugend gebaut habe. Der zierte sich ein bisschen und gestand schließlich seine "zweitschlimmste" Jugendsünde. "Ich habe mal so mitten in einer durchzechten Nacht (...) ein Paket Waschpulver ins Freibad geschüttet", erzählt der Kanzlerkandidat. Er sei über den Zaun geklettert, dann sei schon die Polizei angerückt. Geschnappt wurde Schulz aber nicht: "Ich war schnell genug." Später bat er aber darum, das Ganze nicht zu Hause nachzumachen.

MarcelScorpion alias Marcel Althaus wollte wissen, ob Schulz über manche Hasskommentaren nachdenkt, wenn er abends ins Bett geht. "Das verletzt einen natürlich, ganz klar", antwortete der Kanzlerkandidat. Schulz erzählte auch davon wie sein Traum platzte, Fußballprofi zu werden. Er flog von der Schule, griff zum Alkohol, kam aber schließlich davon los und wurde Buchhändler. Sein Rat an die junge Generation: "Schmeißt euer Leben nicht weg!"

"Ich habe mich nicht vorbereitet"

Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go wollte noch herausfinden, ob der Berufspolitiker den Alltagscheck besteht. Was kostet der Liter Milch bei Aldi? Schulz lag mit 70 Cent ganz gut, ebenso kannte er die auf bis knapp zwei Euro gestiegenen Butterpreise. "Ich habe mich nicht vorbereitet", beteuerte er.

Im großen TV-Duell am Sonntag konnte Schulz zwar bei unentschlossenen Wählern punkten, insgesamt verlor er aber in den Umfragen gegen Merkel.

Der Ausflug in die Netzwelt hat ihm besser gefallen. "Formate mit vier Interviewern können doch aufgehen", stichelte Schulz bei Twitter. Auch bei den Zuschauern kam der SPD-Kandidat gut an: "Schulz ist deutlich sympathischer und nicht so 'Fake' wie Merkel. Er ist deutlich spontaner, und das gefällt mir", twittert ein User.