Unangenehme Gerüche beseitigen

Waschmaschine müffelt? Diese 7 Tipps helfen sofort!

Wenn die Waschmaschine stinkt, kann das mehrere Ursachen haben
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13. Juli 2020 - 16:30 Uhr

Bakterien und Keime lassen die Wäsche übel riechen - und die Maschine auch

Frischgewaschenes sollte strahlend sauber sein und angenehm duften. Doch in Zeiten von Sparprogrammen und Niedrigtemperaturwäschen kommt es immer häufiger vor, dass die Waschmaschine muffig riecht – und die Wäsche ebenso. Meist sind die Übeltäter für den unangenehmen Geruch Bakterien. Sie können sich auf die unterschiedlichste Art und Weise in der Maschine ausbreiten. Wir haben 7 Tipps, wie Sie störende Gerüche schnell und unkompliziert loswerden.

Tipp 1: Das Flusensieb sauber machen

Reinigen Sie zuerst das Flusensieb Ihrer Waschmaschine. Das Sieb fängt Textilfasern, Haare, Federn und Papiertaschentuchreste auf. Wird es nicht regelmäßig sauber gemacht, kann sich auf den nassen Fusseln Schimmel bilden. Der davon ausgehende modrige Geruch bleibt auch in der Wäsche hängen.

Zum Reinigen lässt sich das Flusensieb* herausnehmen. Allerdings müssen Sie auf das Restwasser achten, das noch in der Maschine ist. Einige Geräte verfügen über einen Schlauch, über den Sie das Wasser ablassen können. Bei anderen Modellen fließt das Wasser einfach heraus, wenn Sie das Flusensieb öffnen. Wischen Sie das herausgenommene Sieb mit einem Lappen ab und spülen Sie es unter fließendem Wasser ab. Hartnäckige Verschmutzung können Sie mit Hilfe einer Bürste lösen. Auch die Öffnung hinter der Klappe und das Gewinde des Flusensiebs sollten gründlich mit einem Lappen gesäubert werden. Danach können Sie das Sieb wiedereinsetzen.

Tipp 2: Türgummi reingen

Dann nehmen Sie sich – am besten nach jedem Waschgang – das Bullaugengummi vor. Denn in der Falte des Türgummis sammeln sich bei jedem Waschgang Feuchtigkeit und Waschrückstände – ein idealer Nährboden für Keime und Bakterien. Schieben Sie die Falte im Gummi zurück und entfernen Sie vorhandenen Schmutz mit einem Lappen* 🛒. Kontrollieren Sie nach jedem Waschgang, ob sich in der Gummidichtung Knöpfe, Münzen, Büroklammern, Schrauben o.ä. gesammelt haben. Solche Gegenstände müssen nach jeder Wäsche entfernt werden – sie könnten ansonsten das Gummi beschädigen.

Tipp: Damit der Belag erst gar nicht entsteht, ist es wichtig, die Tür nach dem Waschen immer offen stehen zu lassen. Dann kann die Restfeuchte entweichen und den Keimen wird die feuchte Umgebung entzogen, in der sie sich am wohlsten fühlen.

Tipp 3: Einspülkammer der Waschmaschine anschauen

Auch die Waschmittelschublade sollte regelmäßig gereinigt werden. Denn sonst können sich mit der Zeit Pilze und Bakterien ausbreiten und schleimige oder schwarze Schichten bilden. Lösen Sie die Verriegelung und ziehen Sie das Fach heraus. Reinigen Sie die Waschmittelschublade unter fließendem Wasser, oder – noch besser – Sie weichen die verschmutzte Einspülkammer erst im Waschbecken ein und schrubben die Beläge dann mit einer alten Zahnbürste ab.

Besitzen Sie eine Spülmaschine, dann können Sie die Waschmittelschublade auch einfach dort hineingeben. Sie wird blitzeblank - auch an Stellen, für die man bei einer Reinigung per Hand Wattestäbchen, wenn nicht gar Zahnstocher bräuchte. Wählen Sie keinen zu heißen Spülgang, denn ansonsten könnte sich das Plastik der Waschmittelschublade verformen.

In Gebieten mit kalkhaltigem Wasser, sollten Sie auch die Einspritzdüsen säubern. Durch sie läuft das Wasser in die Waschmittelschublade. Wenn diese verkalken, kann das Waschmittel nicht mehr vollständig gelöst werden.

Tipp: Lassen Sie das Fach nach dem Waschen immer einen Spalt offen, damit es trocknen kann.

Tipp 4: Waschgang bei hohen Temperaturen

Wenn Sie Ihre Wäsche ausschließlich bei niedrigen Temperaturen von 20, 30 oder 40 Grad waschen, kann sich im Innenraum der Maschine ein Film bilden, in dem sich Bakterien und Pilze wohl fühlen. Dann kann es aus der Maschine muffig und abgestanden riechen.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Wäsche ein- bis zweimal im Monat bei 60 Grad und mit Vollwaschmittel* reinigen. Das enthält Bleiche und sorgt gemeinsam mit den höheren Temperaturen dafür, dass sich der Film löst. Außerdem können Vorwäsche und ein weiterer Spülgang sinnvoll sein.

Tipp 5: Waschmaschine regelmäßig entkalken

Keime und Bakterien lassen sich gerne auf Kalkablagerungen nieder. Deshalb ist es wichtig, die Waschmaschine regelmäßig zu entkalken. Außerdem erhöht eine verkalkte Maschine den Energieverbrauch und zusätzlich leidet die Wäsche: Weiße Stoffe werden mit der Zeit grau - bunte Textilien verlieren ihre Strahlkraft.

Falls Sie einen handelsüblichen Entkalker* 🛒 verwenden, gehen Sie nach dessen Gebrauchsanweisung vor. Stellen Sie die Waschmaschine auf Kochwäsche ohne Vorwäsche. Alternativ können Sie ihre Waschmaschine auch mit Haushaltsmitteln entkalken und reinigen.

Tipp: Damit frische Wäsche nicht müffelt, hängen Sie Ihre Wäsche am besten immer direkt auf und lassen Sie sie nicht lange in der Waschmaschine liegen. Wählen Sie zudem die passende Menge Waschmittel: Die Dosierung hängt von der Wäschemenge, dem Grad der Verschmutzung und der Wasserhärte ab.

Tipp 6: Hausmitteln reinigen und entkalken

Auch mit einigen herkömmlichen Hausmitteln lässt sich die Waschmaschine reinigen und entkalken.

  • Zitronensäure: Sie kann zum Entkalken und Reinigen der Waschmaschine verwendet werden. Sie benötigen 100 Gramm der Säure* 🛒, die Sie in zwei Liter Wasser auflösen. Geben Sie die Mischung ins Waschmittelfach und lassen Sie die unbefüllte Maschine bei 60 oder 90 Grad laufen. Danach duftet die Waschmaschine frisch nach Zitrone.
  • Essig: Neben Zitronensäure wird auch Essigessenz häufig zum Entkalken von Waschmaschinen vorgeschlagen. Allerdings besteht die Gefahr, dass Essig oder Essigessenz mit der Zeit Kunststoffschläuche oder andere Kleinteile beschädigen können.
  • Natron: Das Pulver ist ein gutes Hausmittel, um die Waschmaschine zu reinigen, denn es entfernt schlechte Gerüche. Lassen Sie die leere Waschmaschine einfach mit 50 Gramm Natron* 🛒 im Waschmittelfach bei mindestens 60 Grad laufen.
  • Spülmaschinentabs: Sie helfen zwar beim Reinigen der Waschmaschine, sind aber nur bedingt gegen Verkalkungen zu empfehlen. Geben Sie die Spülmaschinentabs zur Reinigung einfach in die leere Trommel und nutzen Sie einen Waschgang bei 60 oder 90 Grad.

Tipp 7: Waschmaschinenreiniger nutzen – so geht’s!

Vor der Anwendung eines Waschmaschinenreinigers* sollten Sie erst alle Reinigungsmaßnahmen durchführen. Ist damit der eklige Geruch immer noch nicht verschwunden, könnte ein spezieller Reiniger Abhilfe schaffen. Geben Sie das Mittel, das es in flüssiger Form oder als Pulver gibt, in die Trommel oder das Waschmittelfach und startet Sie den Waschgang. Je nach gewähltem Mittel wird nun der Schmutz sowie Bakterien oder der Kalk oder dank eines 3-1-Universalreinigers alles gleichzeitig beseitigt.

Führen Sie danach immer einen leeren Waschgang durch. Zum einen werden dadurch angelöster Kalk und alte Seifenrückstände weggespült, bevor sie sich wieder festsetzen können, und zum anderen könnte in diesen Rückständen noch ein Rest von Chlor oder Aktivsauerstoff sitzen. Diese Rückstände würden die Wäsche beim nächsten Waschgang eventuell entfärben.

Tipp: Das Mittel sollte höchstens ein bis dreimal im Jahr angewendet werden, je nach Häufigkeit Ihrer Wäschen.

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