Was tun, wenn mein Kind Salafist ist? Das leistet die Beratungsstelle Radikalisierung

10. März 2018 - 14:30 Uhr

Die Zahl der Salafisten wächst

Mehr als 10.000 Menschen in Deutschland sind Salafisten. In den letzten fünf Jahren haben sich die Anhänger der radikal-islamischen Ideologie mehr als verdoppelt. Durch Webseiten und Videoportale erreichen salafistische Inhalte vor allem junge Menschen. Für viele Eltern stellt sich dann die Frage: Was tun, wenn mein Kind zum Salafisten wird? Erste Antworten hat die Beratungshotline Radikalisierung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Eltern bemerken oft die gleichen Anzeichen

Bei den Mitarbeitern der Beratungsstelle können sich Eltern erste Hilfe holen. Denn oft sind sie es, die als erstes bemerken, dass sich ihr Kind verändert. Im Fall einer religiösen Radikalisierung sind es meist ähnliche Anzeichen. Ihre Kinder ziehen sich immer mehr zurück, lehnen Alkohol und westliche Musik ab. Ihr Kleidungsstil wird immer stärker traditionell islamisch statt sportlich-leger. Sie verehren den Islamischen Staat als Idealbild.

Seit seiner Gründung 2012 hat die Beratungsstelle Radikalisierung mehr als 4.000 Telefonate geführt. Das Team kennt Anlaufstellen in der Nähe besorgter Eltern, Lehrer oder Freunde. Es kann den Kontakt zu Spezialisten herstellen oder sie zu Selbsthilfe-Initiativen weiterleiten.

Hier können Sie sich Hilfe holen

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind die erste Anlaufstelle und bieten konkrete Hilfe: +49 911 943 43 43