Was tun in der Corona-Quarantäne?

Deutsche decken sich mit Kondomen und Sextoys ein

Kondomhersteller melden, dass seit Beginn der Corona-Krise deutlich mehr Kondome verkauft wurden, als gewöhnlich.
© dpa, Oliver Berg

21. März 2020 - 11:31 Uhr

Deutsche hamstern nicht nur Nudeln und Klopapier

Zuhause bleiben – so lautet gerade die Empfehlung aller Experten, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Um sich zu beschäftigen, widmen sich dabei gerade anscheinend vielen ihrem Liebesleben. Kondomhersteller und Erotik-Shops melden hohe Verkaufszahlen. Die Deutschen decken sich offenbar nicht nur mit Nudeln und Klopapier, sondern auch mit Kondomen und Sextoys ein.

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Auch der Verkauf von Sextoys boomt plötzlich

Der Kondomhersteller "Ritex" verkaufte nach eigenen Angaben etwa doppelt so viele Kondome wie im Vorjahresmonat. "Besonders stark haben sich Großpackungen verkauft." Außerdem sei die Nachfrage nach Gleitgel spürbar gestiegen. Auch der Berliner Hersteller "Einhorn" meldete, dass aktuell deutlich mehr Kondome gekauft würden.

Erotik-Shops erleben seit Beginn der Corona-Krise ebenfalls einen Boom. Die Bestellzahlen bei dem Online-Erotikshop "Eis.de" steigen eigenen Angaben zufolge parallel zum Auftauchen des Coronavirus. Besonders Druckwellen-Vibratoren verkauften sich gerade besonders gut, so der Onlineshop. Auch auf der Internetseite von "Orion" ist im Moment mehr los als gewöhnlich, meldete eine Sprecherin. Mit welchen Hilfsmitteln man auch auf Distanz zum Partner zum Höhepunkt kommt, erklären wir hier. 

Sexualtherapeutin meint: Gerade jetzt tun uns Orgasmen gut

Auch Pornos stehen derzeit offenbar hoch im Kurs. Das berichtet Erika Lust. Die Produzentin feministischer Pornos meldete, dass deutlich mehr Menschen ihre Filme abrufen als sonst. Seit dem Covid-19-Ausbruch seien die Streaming-Zeiten auf ihren Plattformen um 20 bis 30 Prozent gestiegen.

Sexualtherapeutin Ulrika Vogt wundert das nicht. Ob allein oder mit mehreren, "beim Sex und besonders beim Orgasmus werden etliche positive Hormone ausgeschüttet. Das gibt den Leuten ein selbstbewusstes Gefühl und beruhigt, und das ist besonders jetzt wichtig", sagt Vogt der dpa. Menschen hätten nun mehr Zeit und könnten die unter anderem dafür nutzen, ihre eigene Sexualität zu erweitern.

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