Starkregen wird immer häufiger

Was Städte gegen Starkregen-Ereignisse tun müssen

21. Oktober 2019 - 18:56 Uhr

Die Skyline von Frankfurt ist natürlich beeindruckend. Aber wie soll da der Regen abfließen, wenn ein Starkregen-Ereignis eintritt? Unsere Städte sind völlig zubetoniert. Hilflos stehen Anwohner da und schauen zu, wie das Wasser sich in ihre Keller und auf das eigene Grundstück ergießt. Und Starkregen kommt leider immer häufiger vor – der Klimawandel lässt grüßen. Was können Städte gegen dieses Phänomen tun?

Auch Bürger können ihr Haus und Garten schützen

Waren es 2008 noch 298 Starkregen-Ereignisse, die registriert wurden, gab es 2018 schon 880 Mal Starkregen in Deutschland. Also locker zweimal am Tag ein Starkregen-Ereignis. Der Städtebau muss sich also verändern.

Eine geeignete Maßnahme sind begrünte Dächer. Der dort aufgebrachte Boden kann wie ein Schwamm den Regen aufnehmen. Auf einem normalen Dach oder von einer versiegelten Fläche fließt das Wasser sofort ab. Die Kanalisation ist dann schnell überfordert, besonders in Städten, die in den vergangenen Jahren schnell gewachsen sind. Oft ist die Kanalisation dort mehrere Jahrzehnte alt und ist auf solche Wassermengen schlichtweg nicht vorbereitet.

Grünflächen sind hier ein echtes Zaubermittel – nicht nur auf dem Dach. Also: Weg mit dem Steingarten, her mit der Wiese.

Was können Kommunen noch tun?

  • Flutmulden anlegen
  • Rückhalteräume anlegen
  • Überflutungsgefährdete Bereiche nicht bebauen, sonden begrünen

Was können Bürger tun?

  • Den Garten möglichst wenig versiegeln
  • Die Fließrichtung des Wassers nicht auf Gebäude lenken
  • Lichtschächte abdecken, bzw höher legen
  • Wasserdichte Tore am Grundstücksrand anbringen