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Was passiert nach dem Tod mit der digitalen Identität?

Anbieter regeln digitalen Nachlass

Passwörter, Social-Media-Profile, Fotos – nach dem Tod eines Angehörigen müssen sich die Erben nicht nur um die Bestattung, sondern auch um den digitalen Nachlass kümmern. Das ist häufig mit Schwierigkeiten verbunden, schließlich kennt häufig nur der Verstorbene selbst die Zugangsdaten. Auch Abos bringen häufig Probleme mit sich.

Digitales Erbe soll von Dienstleistern verwaltet werden.
Social-Media-Profile sind ein großer Teil unseres digitalen Nachlasses. © picture alliance / dpa, Rolf Vennenbernd

Um die Erben im Umgang mit dem digitalen Nachlass zu unterstützen, bieten einige Bestattungsunternehmen ein Online-Schutzpaket an. Dabei ermittelt ein Unternehmen alle bestehenden Vertragsbeziehungen im Internet. So können die Verträge aufgehoben werden und werden für die Erben nicht zur Kostenfalle.

Problematisch ist oft der Zugang zu E-Mail-Postfächern. Die meisten Anbieter verweigern eine schnelle Freigabe – und das obwohl inzwischen viele Verträge über das Internet abgeschlossen werden. Die Details könnten für die Erben durchaus relevant sein. Viele Anbieter verlangen einen Erbschein und gewähren erst dann einmalig den Zugriff auf das E-Mail-Postfach. Hat der Verstorbene allerdings kein Testament hinterlassen, wird es erschwert, einen Erbschein zu bekommen. In Deutschland halten nur vier Prozent der Menschen ihren letzten Willen in einem Testament fest.

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