13. Mai 2019 - 17:59 Uhr

Die meisten Abgeordneten sind aus Deutschland

Die Wahlunterlagen sind schon vor Wochen ins Haus geflattert und überall hört man, wie wichtig die Europawahlen sind. Aber - was wählen wir denn da eigentlich und was hat das mit uns zu tun? Tatsächlich eine ganze Menge! Denn das Europaparlament erlässt zahllose Gesetze, die dann für alle Mitgliedsländer gelten. Auch für uns in Deutschland also. Die gute Nachricht: Deutschland hat ein sehr gewichtiges Wort mitzureden. Warum, und wie Sie die Abgeordneten wählen, erklärt das Video.

Nationale Partei, Europapartei, Europäische Fraktion - der Weg durch den Begriffsdschungel

Rund um die Europawahl hört und liest man viele Begriffe, die irgendwie alle ähnlich klingen - was ziemlich verwirrend ist. Und dann auch noch diese Abkürzungen: EVP, ALDE, S&D - geht das nicht auch verständlicher?

Hier die Erklärung zu den wichtigsten Begriffen:

  • Nationale Parteien: Nehmen wir Deutschland als Beispiel - hier sind das CDU, SPD, AfD und so weiter, also die Parteien, die von den Wählern gewählt werden können. Zur Europawahl sind auch einige sehr kleine Parteien zugelassen, von denen Sie eventuell noch nie etwas gehört haben
  • Europäische Parteien: Zu denen haben sich nationale Parteien zusammengeschlossen, die aus verschiedenen Ländern stammen, aber eine ähnliche Ausrichtung haben. Die deutsche CDU/CSU hat sich zum Beispiel mit rund 70 Parteien aus anderen Ländern zusammengetan. Der Zusammenschluss nennt sich EVP = Europäische Volkspartei. Derzeit sind 10 europäische Parteien registriert
  • Europäische Fraktionen: Viele der europäischen Parteien treten im Parlament als eine eigene Fraktion auf. In dem Fall sind Europäische Partei und Europäische Fraktion deckungsgleich. Allerdings bestehen manche Fraktionen auch aus mehreren Parteien. Zum Beispiel haben sich die Europäische Grüne Partei, die Europäische Freie Allianz und die Europäische Piratenpartei zusammengetan - sie bilden die Fraktion Grüne/EFA

Mit Spannung erwartet: Die neue rechte Fraktion

Die meisten Fraktionen gibt es schon seit langem. Die EVP, die derzeit größte Fraktion, wurde zum Beispiel 1976 gegründet. Nach der Wahl wird es aber wohl einen Neuzugang geben: Im April hat sich ein Bündnis aus rechtspopulistischen Parteien gegründet - die wollen nach der Wahl eine eigene Fraktion werden. Mit dabei: die AfD unter Führung von Jörg Meuthen. Wie stark diese Fraktion werden könnte und wieviel Einfluss die Rechtspopulisten laut Prognosen im neuen Parlament haben werden, zeigt das Video.