EU-Corona-Gipfel

Was kosten uns die Corona-Hilfen der EU?

17. Juli 2020 - 12:52 Uhr

EU will Corona-Hilfe auf den Weg bringen

Von Angesicht zu Angesicht – erstmals seit dem Beginn der Corona-Krise – treffen sich die Regierungschefs der EU, um ein Programm aufzusetzen, wie die Folgen dieser Krise abgemildert werden können. Gerade Italien und Spanien, die sowieso schon zu den wirtschaftlichen Sorgenkindern der EU gehören, haben schwer unter Corona gelitten.

Bis zu 1,8 Billionen Euro: EU will Solidarität unter Beweis stellen

Der Gipfel soll die Bereitschaft zur Solidarität in der EU unterstreichen, so wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sie in ihrer Rede zum Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft angekündigt hat. Klar ist: Die EU wird eine Menge Geld in die Hand nehmen. Was Deutschland davon hat, wie viel Deutschland bezahlen muss, und was das für den deutschen Steuerzahler bedeutet, erfahren Sie im Video.

Viele befürchten, dass die massiven EU-Corona-Hilfen in Höhe von bis zu 1,8 Billionen Euro der erste Schritt in eine Schuldenunion sind, in der Deutschland für die Schulden anderer Länder haften muss. Doch da gibt der Ökonom Dr. Michael Heise Entwarnung. Die EU nimmt für die Hilfen eigene Kredite auf, jedes Land haftet für seinen Anteil. Somit wird zwar ein gemeinschaftlicher Kredit aufgenommen, es werden aber keine Schulden von einem einzelnen Land auf ein anderes übertragen.

"Keine besondere Zusatzbelastung für die deutschen Steuerzahler"

Die EU-Kredite sollen von 2028 bis 2058 über den EU-Haushalt abbezahlt werden. "Dann wäre das keine besondere Zusatzbelastung für die deutschen Steuerzahler", so Heise. Offen bleibt allerdings, ob in den entsprechenden Jahren andere Beitragsleistungen zugunsten der Schuldenrückzahlung gesenkt werden. Warten wir es also ab.