5 Trick gegen den Juckreiz

Was hilft wirklich gegen Mückenstiche?

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13. August 2019 - 16:10 Uhr

Mückenstiche? Jetzt bloß nicht kratzen!

Sommer ist leider auch Mückenzeit. Und wenn der Sommer ein Mix aus Sonne, Regen und schwüler Wärme ist, fühlen sich die blutsaugenden Plagegeister besonders wohl bei den Menschen und stechen gnadenlos zu. Wer von den lästigen Insekten gestochen wird und vom Juckreiz in den Wahnsinn getrieben wird, greift dann auf teure Chemiekeulen aus der Drogerie zurück - oder setzt auf seine ganz eigenen Hausmittelchen. Doch lindern Zwiebeln, Speichel und Co. wirklich den Juckreiz? Wir nehmen fünf Anti-Juckreiz-Tipps unter die Lupe und fragen die Kölner Dermatologin Uta Schlossberger, ob Omas Geheimtipps wirklich was bringen.

Übrigens: Kratzen bringt gar nichts. Außer ein paar Sekunden Ruhe, bleibt von den aufgekratzten Stichen eine dicke Narbe zurück. Außerdem können Krankheitserreger in den Körper gelangen und die Stelle sich entzünden.

Der Zwiebel-Trick

Eine halbierte Zwiebel wird mit der Schnittstelle auf den Mückenstich gedrückt. Die ätherischen Öle des Zwiebelsafts lindern den Schmerz. Funktioniert auch mit einer Zitrone, da diese auch ätherische Öle enthält, die schmerzlindernd sind.

Hilft es? Das sagt die Expertin Dr. Schlossberger: "Eine Zwiebel hilft tatsächlich. Die Zwiebel hat kühlende, antibakterielle und desinfizierende Eigenschaften, das macht den Stich tatsächlich besser."

Der Spucke-Trick

Ein verhasster Klassiker aus der Kindheit: Der Mückenstich wird einfach mit etwas Speichel eingerieben.

Hilft es? Nicht alle Geheimtipps von Oma helfen wirklich. Der Trick mit der Spucke ist ein Ammenmärchen. Außer etwas Kühlung bringt Speichel nicht viel. Ebenso wenig der Mythos, dass man den auf dem Mückenstich mit den Händen ein Kreuzchen machen soll. Wer Pech hat, bekommt nur eine Narbe.

Der Kühl-Trick

Kälte betäubt die Haut und lässt die Schwellungen abklingen. Also einfach ein Kühlpad aus dem Gefrierfach auf die Schwellung legen. Auch ein Esslöffel, der für ein paar Minuten ins Gefrierfach gelegt wird, mildert den Juckreiz.

Der Zahnpasta-Trick

Auch Zahnpasta soll dank der ätherischen Öle den Juckreiz lindern und gegen die Entzündung wirken. Am besten die Zahnpasta für einige Minuten vor der Anwendung in den Kühlschrank legen. Dadurch kühlt sie angenehm und die Schwellung geht zurück.

Der Stichheiler-Trick

In Apotheken und Drogerien sind sogenannte Stichheiler erhältlich: Kleine, batteriebetriebene Stäbe, die sofort und effektiv den Juckreiz bekämpfen und die Schwellung lindern. Es gibt verschiedene Ausführungen: Beim Infrarot-Stift, auch als Thermostift bekannt, wird die heiße Spitze auf den Stich ausgedrückt. Die Haut wird kurzfristig auf etwa 50 Grad Celsius erhitzt. Die Hitze führt dazu, dass die beim Stich vom Insekt in die Wunde eingebrachten Eiweiße zerstört werden. Dies lindert die Schmerzen und den Juckreiz. Der elektrische Stichheiler arbeitet hingegen mit elektronischen Impulsen.

Wenn nichts davon gegen den Mückenstich hilft - ab zum Arzt!

Wer eine richtig dicke Beule vom Mückenstich bekommt, kommt mit den chemiefreien Hausmittelchen nicht weit. Bei einer allergischen Reaktion, sollte man unbedingt zum Arzt. Dieser verschreibt eine Cortisonsalbe. Auch ein Antihistaminikum kühlt die Schwellung und lindert den Juckreiz.