Was für eine Überraschung! Facebook vereinfacht Privatsphäre-Einstellungen

So sollen Nutzer in Zukunft eine bessere Sicht über ihre Privatsphäre-Einstellungen erhalten.
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29. März 2018 - 20:43 Uhr

Facebook baut Privatsphäre-Einstellungen um

Nach dem Facebook-Datenskandal, bei dem die Informationen von rund 50 Millionen Nutzern missbraucht wurden, überarbeitet Facebook seine Einstellungen, um die Privatsphäre in Zukunft besser zu schützen. Durch eine neue optische Strukturierung der Einstellungen sollen die Nutzer ihre Privatsphäre bald schon leichter und somit gezielter einstellen können.

Das soll sich in Zukunft ändern

"Wir haben laut und deutlich gehört, dass Datenschutzeinstellungen und andere wichtige Tools zu schwer zu finden sind und dass wir mehr tun müssen, um die Leute auf dem Laufenden zu halten", heißt es in einer offiziellen Mitteilung von Facebook. "Neben den Ankündigungen von Mark Zuckerberg in der letzten Woche - dem Missbrauch der Facebook-Plattform, der Stärkung unserer Richtlinien und der Möglichkeit, Apps die Nutzung Ihrer Daten zu entziehen - machen wir in den kommenden Wochen zusätzliche Schritte, den Menschen mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben."

Doch wie sehen diese Änderungen konkret aus? 

  • Steuerelemente sollen einfacher zu finden und zu verwenden sein: Deshalb hat Facebook sein "gesamtes Einstellungsmenü auf Mobilgeräten von oben nach unten neu gestaltet".
  • Nutzer sollen klarer erkennen "welche Informationen mit Apps geteilt werden können und welche nicht".
  • Durch neue Datenschutzverknüpfungen sollen Nutzer "ihre Daten mit nur wenigen Klicks steuern können, mit klareren Erklärungen, wie unsere Kontrollen funktionieren". So sollen Einstellungen über die Privatsphäre, Sicherheit und Werbung besser zu koordinieren sein.
  • Neue Tools "zum Suchen, Herunterladen und Löschen Ihrer Facebook-Daten" werden eingeführt.
  • Es sollen auch Updates der Nutzerbedienungen von Facebook folgen.
  • Eine Aktualisierung der Datenrichtlinien wird vorbereitet.

Die kommenden Wochen versprechen also viele Neuerungen.

Facebook will Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen

Facebook-Chef Mark Zuckerburg hat sich bereits für den Datenskandal entschuldigt. "Wir haben die Verantwortung, Ihre Daten zu schützen, und wenn wir das nicht können, haben wir nicht das Recht, Ihnen zu dienen", teilte er mit.

Ob Facebook mit dieser Aktion das Vertrauen seiner Nutzer wiedergewinnen kann? Schließlich kündigten immer mehr Nutzer via Social Media unter dem Hashtag 'deletefacebook' die Löschung ihres Profils an.