Gaga-Idee oder total genial?

Was für ein Rotz: Firma verkauft benutzte Taschentücher für 70 Euro

29. Januar 2019 - 16:32 Uhr

Erkältung frei Haus

Ist diese Idee jetzt genial oder durchgeknallt? Ein Unternehmen verkauft über das Internet gebrauchte Taschentücher. Eigentlich total eklig. Die Idee: Kunden sollen sich gezielt infizieren können, um bei Bedarf krank zu werden und das Immunsystem zu trainieren. Wir haben im Video unseren Experten Dr. Specht gefragt, ob das wirklich funktionieren kann.

70 Euro für ein verrotztes Taschentuch

Für ein benutztes Taschentuch verlangt das Unternehmen "Vaev Tissue" mit Sitz in Los Angeles schlappe 70 Euro. Dafür bekommt man eine benutzte Rotzfahne, natürlich stylisch verpackt - und in dänischem Design. Ob mit dem Design die Verpackung oder das "Produkt" gemeint ist, lässt die Internetseite offen.

"Wir glauben, dass ein Taschentuch mit einem menschlichen Nieser sicherer ist als Nadeln oder Pillen", schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage.

Oliver Niessen hat das Unternehmen gegründet. Der Nachname ist bereits der erste Lacher in dieser Geschichte. Die Idee des 34-Jährigen: Jeder soll selbst bestimmen können, wann er krank wird. "Wir können heute alles so lenken, wie wir wollen. Warum nicht auch unsere Krankheiten?", sagt der Firmengründer in einem Interview mit Time.com.

Alles nur ein guter Witz? Angeblich habe er bereits über 1.000 verschniefte Taschentücher verkauft, erzählt der Rotz-Unternehmer. Selbst ausprobieren ist schwierig, laut Online-Shop sind die gebrauchten Tauschentücher ausverkauft. Im Video erklärt unser Medizin-Experte Dr. Sprecht, warum die gezielte Ansteckung per Rotzfahne gar nicht funktionieren kann.

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