Was bedeutet "White Collar Crime"?

Was bedeutet "White Collar Crime"?

22. Dezember 2015 - 11:47 Uhr

"White Collar" - Der "weiße Kragen"!

Der Begriff "White Collar Crime" wurde 1940 von dem US-amerikanischen Soziologen Edwin H. Sutherland geprägt, der folgende Theorie entwickelte: Sutherland wies darauf hin, das Straftaten nicht nur von Angehörigen der Unterschicht begangen würden, sondern auch von Mittel- und Oberschichtangehörigen - den Straftätern mit dem "weißen Kragen".

Die Zugehörigen der "oberen Klassen" begehen also nicht weniger Straftaten als die "kleinen Leute", sie tun dies nur auf anderer Ebene, verhalten sich anders und bleiben daher besonders häufig unentdeckt. Oft handelt es sich hierbei um Rechtsbrüche, die von Personen im Geschäftsleben, im Staatsdienst oder in freien Berufen begangen werden - in Zusammenhang mit der Ausübung ihres Berufes.

In seinem Buch "White Collar Crime" analysierte Sutherland 1949 die Verbrechen, die von Unternehmen und Führungskräften begangen wurden und machte darauf aufmerksam, dass das Verständnis von Kriminalität unvollständig und verzehrt sei, wenn die Vergehen dieser Tätergruppe nicht berücksichtigt würde.

Zur "Weiße-Kragen-Kriminalität" gehören insbesondere die meisten Fälle von Wirtschaftskriminalität. Autor und Produzent Jeff Eastin: "(…) Wenn du dieses dunkle, schmutzige Zeug machen willst, sind Sendungen wie 'The Shield' unschlagbar. Aber ich wollte eine völlig neue Richtung einschlagen. Die 'Weiße-Kragen-Kriminalität' ist die einzige Kriminalität, die schön sein kann. Wenn du die Mona Lisa fälschst - das hat etwas Spektakuläres." (Quelle: New York Times)