Zahnschmelz schützen

Warum Zähneputzen NICHT immer gut ist

Wann Zähneputzen NICHT immer gut ist.
Wann Zähneputzen NICHT immer gut ist.
© iStockphoto, JADON

19. Oktober 2020 - 9:49 Uhr

Lieber nicht direkt nach dem Essen Zähne putzen

"Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen!" - Das haben die meisten von uns schon im Kindergarten gelernt. Doch ist es wirklich sinnvoll? Nicht immer. Unmittelbares Zähneputzen nach bestimmten Mahlzeiten kann den Zähnen sogar schaden. Darauf sollten Sie achten!

Säure greift den Zahnschmelz an

Wer gesunde Zähne haben will, muss sie ordentlich putzen. Aber manchmal ist weniger ein bisschen mehr: Wer nach jeder Mahlzeit direkt zur Zahnbürste greift, tut seinen Zähen nicht immer etwas Gutes. Der Grund: Nach dem Verzehr saurer Lebensmittel wird die Zahnhartsubstanz – dazu gehören Zahnschmelz, Zahnbein und Wurzelzement – von Säuren attackiert.

Diese Säuren lösen Mineralien wie Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz heraus und beschädigen so die Schutzschicht der Zähne. Werden die Zähne dann auch noch direkt geputzt, reibt die Putzbewegung den Zahnschmelz ab. Einmal abgetragener Zahnschmelz bildet sich nicht wieder neu. Zahnärzte sprechen hier von Abrasion.

Zähneputzen: Auf den Zeitpunkt kommt es an

Um die Zähne zu schützen, sollten sie nach säurehaltigem Essen nicht direkt geputzt werden, stattdessen empfiehlt es sich, eine halbe bis eine Stunde zu warten. In dieser Zeit kann der Körper genug Speichel bilden, um die Säure zu neutralisieren.

Wer aber morgens nicht die Zeit hat, kann darauf achten, wenige säurehaltige Lebensmittel zu essen. Möchte man aber nicht auf seinen morgendlichen O-Saft verzichten, sollte fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden – das stärkt den Zahnschmelz.