Alle Hintergründe kurz erklärt

Warum feiern wir eigentlich Ostern?

Ostern in Corona-Zeiten: Was ist erlaubt?
© dpa, Tobias Hase, tha soe kat shp

12. April 2020 - 9:12 Uhr

Woher kommt der Osterhase?

Eier bunt bemalen, vom Osterhasen versteckte Leckereien suchen, vielleicht ein Frühstück mit der Familie und ein Osterfeuer – alles Traditionen, mit denen heutzutage die meisten Ostern feiern. Aber was genau war noch mal der Ursprung des Festes? Wir erklären die Hintergründe.

Warum feiern wir Ostern?

Das Osterfest zählt zu den wichtigsten Feiertagen im Christentum. An Ostern wird der Auferstehung Jesu Christi von den Toten gedacht, die nach dem Neuen Testament am dritten Tag nach seiner Kreuzigung stattfand. Entsprechend ist auch die kirchliche Karwoche entstanden (von althochdeutsch "kara" – Kummer, Trauer): Der Karfreitag gilt als Todestag von Jesus Christus, der Karsamstag als Tag der Grabesruhe und der Ostersonntag als Tag der Auferstehung.

Wann ist Ostern?

Dem Neuen Testament zufolge fielen Leiden, Sterben und Auferstehung Christi in den Zeitraum von Pessach – einem beweglichen jüdischen Fest. Das Datum für Ostern fällt deshalb immer mit diesem Termin zusammen. Der Ostersonntag fällt jedes Jahr auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond, nach unserem Kalender ist das zwischen dem 22. März und dem 25. April.

Das sind die bundesweiten gesetzlichen Feiertage an…

  • Ostern 2020: 10.4. (Karfreitag), 13.4. (Ostermontag)
  • Ostern 2021: 2.4. (Karfreitag), 5.4. (Ostermontag)
  • Ostern 2022: 15.4. (Karfreitag), 18.4. (Ostermontag)

Woher kommt das Wort Ostern?

Zur Herkunft der Bezeichnung "Ostern" gibt es verschiedene Theorien. Eine Möglichkeit: Laut dem Duden stammt das Wort vom altgermanischen Austrō/ Ausro ("Morgenröte") ab, das möglicherweise ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete. Im Christentum ist die Morgenröte außerdem das Symbol der Auferstehung.

Woher kommt der Osterhase?

Viele österliche Bräuche stehen eng mit dem Frühling und seinen für die Jahreszeit typischen Erscheinungen in Verbindung. Der Feldhase ist wegen seiner starken Vermehrung seit jeher ein Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben: Seine vielen Jungen bringt er in der Regel im März zur Welt. Der erste schriftliche "Beweis" für den Osterhasen stammt aus einer Doktorarbeit von 1682. Seit etwa dieser Zeit wurde er – neben anderen Tieren - auch als Lieferant bunter Eier gehandelt. Im 19. Jahrhundert setzte er sich dann endgültig als Symbol für Ostern durch.

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Warum bemalen wir Ostereier?

Schon in antiken Kulturen galt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. So wurden offenbar schon im alten Rom bunte Eier zur Feier der Tages- und Nachtgleiche im Frühling verschenkt. Im Christentum wurde das Konzept weiterentwickelt: Das Küken, das durch die Schale durchbricht, wird mit Jesus Christus verglichen, der unversehrt aus seinem Grab aufersteht.

Warum die Eier bunt angemalt werden, ist nicht eindeutig bewiesen. Im Mittelalter wurden sie offenbar rot gefärbt – als Symbol für das vergossene Blut Jesu. Eine Theorie besagt, dass bunte Farbe außerdem früher in der Fastenzeit vor Ostern dazu diente, frische Eier von älteren, hartgekochten zu unterscheiden.

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