8. April 2019 - 17:04 Uhr

Geld alleine macht nicht glücklich

Ein Blick nach draußen genügt - und die Blütenpracht und das zarte Grün beweisen zweifelsfrei: Der Frühling ist da! Wer dabei nicht ganz von selbst einen Jieper auf Bewegung an der frischen Luft bekommt, den überzeugt ganz sicher eine Studie der Yale und der Oxford University, die in der Wissenschaftszeitung "The Lancet" veröffentlicht wurde.

Denn demnach sind Menschen, die Sport treiben und sich allgemein viel bewegen, glücklicher als Menschen, die über mehr Geld verfügen, sich dafür aber zu wenig bewegen. Anders gesagt: Wenn Sie sich mehr bewegen als ihr Chef, sind Sie insgesamt glücklicher als der - auch wenn der mehr verdient.

Fahrradfahren und Aerobic machen besonders glücklich

Die Forscher der beiden Universitäten fanden in Zusammenarbeit mit Ärzten heraus, dass Menschen, die regelmäßig Sport treiben, sich nur an 35 Tagen im Jahr schlecht fühlten, wohingegen die Bewegungsmuffel 18 Tage häufiger miese Stimmung hatten. Außerdem fanden sie heraus, dass Mannschafts-Sportarten einen noch positiveren Effekt auf die Gefühlslage haben. Als Einzelsportart stellten sich Fahrradfahren und Aerobic als am effektivsten für die gute Laune heraus.

Für die Studie wurden von den Forschern Daten zu Bewegungsaktivitäten und Stimmung von über 1,2 Millionen US-Bürgern ausgewertet. Außerdem mussten die Teilnehmer Fragen zu ihrer Stimmung, Art und Häufigkeit ihrer Aktivitäten - von Haushaltsarbeit bis Joggen - und zu ihrem finanziellen Status beantworten.

Sport wirkt wie Antidepressivum

Dass Sport wie ein Antidepressivum wirkt, ist schon länger bekannt. So haben Forscher der Yale-Universität in New Haven bereits 2007 durch Studien an Mäusen entdeckt, dass das Gehirn als Reaktion auf körperliche Bewegung die Produktion eines natürlichen Antidepressivums ankurbelt.

Video: Diese Sportarten machen besonders glücklich

Und Forscher der chinesischen Universität Shenzhen wollten es ganz genau wissen: Womit heben wir unsere Stimmung am effektivsten? Wie lange und wie intensiv müssen wir dafür trainieren? Und vor allem: Welche Sportart ist am besten für unsere Psyche - Joggen oder doch vielleicht Yoga? Das Ergebnis sehen Sie in unserem Video!

Achtung: Zu viel Sport ist kontraproduktiv!

Wer jetzt allerdings denkt, dass die Formel lautet "Je mehr Sport, desto glücklicher", irrt gewaltig. Denn zu intensiver Sport kann, wenn Sie nicht gerade Leistungssportler sind, auch ins Gegenteil führen und sogar gesundheitsschädlich sein. Die Forscher fanden heraus, dass 3 bis 5 Trainingseinheiten von 30 bis 60 Minuten pro Woche am effektivsten sind.

Also: Wenn Sie jetzt an Ihre Bikini-Figur für den Sommer denken, können Sie ab sofort das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Alles was Sie dazu tun müssen, ist den inneren Schweinehund zu überwinden. Aber das ist ein anderes Thema.