Wartburgschule in Eisenach: Schüler haben Unterricht trotz krebserregender Gase

Hochgiftiges Naphthalin seit Bau der Schule 1966 im Boden

Das Gift ist überall um sie herum, doch die Schüler der Wartburgschule in Eisenach müssen trotzdem in den Unterricht. Die Kinder klagen schon seit Monaten über Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Nach lang andauerndem Einatmen kann das gasförmige Gift sogar Krebs auslösen.

Eisenach Wartburgschule
Viele Schüler sind entsetzt, weil die Schule bis jetzt nichts gegen den giftigen Gestank unternommen hat.

Viele Eltern und Schüler haben Angst und sind entsetzt, dass die Schule bis jetzt nichts dagegen unternommen hat. Aus dem Boden von 16 Klassenzimmern kommt hochgiftiges Naphthalin, das wohl schon seit dem Bau der Schule 1966 im Boden ist. Doch erst nach einer Sanierung vor drei Jahren wurde man aufmerksam: Der Gestank konnte durch die neuen, dichteren Fenster nicht mehr entweichen.

Janina Walter von der Stadt Eisenach wies auf Anfragen von RTLaktuell.de auf das Infoblatt, das den Eltern ausgeteilt wurde. Darin steht, dass Naphthaline während der unvollständigen Verbrennung organischer Stoffe wie z.B. Holz, Kohle, Heizöl, Dieselkraftstoff oder auch Tabak, entstehen. Ist man Naphthalin über einen langen Zeitraum in hohen Dosen ausgesetzt, könne dies Reizungen der Schleimhäute hervorrufen. Ebenso könnten Kopfschmerzen sowie Heiserkeit auftreten, wird in dem Infoblatt geschildert.

Schule soll erneut saniert werden

Erst nachdem viele Schüler über dieselben Symptome klagten, wurde die Schulleitung aktiv. Jetzt hat sie eine Notlösung: Die Unterrichtsdauer wird bis zu den Herbstferien von 45 auf 30 Minuten gekürzt. So sollen die Schüler mehr an die Luft kommen. Keine Dauerlösung, und keine, die alle Eltern und Schüler befriedigt.

Deswegen soll die Schule jetzt erneut saniert werden. Die 350 Schüler werden ab dem 20. Oktober an zwei Ausweichstandorten unterrichtet. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

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