15. März 2019 - 15:32 Uhr

Die Pegel im Schwarzwald werden steigen

Die Böden sind längst gesättigt und ein neues Dauerregengebiet zieht über das Land. In den letzten 24 Stunden sind beispielsweise in Baiersbronn-Mitteltal im Schwarzwald 54,9 Liter pro Quadratmeter gefallen. So viel Regen fällt normalerweise im gesamten März in Deutschland! Und es soll noch mehr oben drauf kommen. Die Pegel der Flüsse steigen. Hochwasser und Überflutungen drohen.

Ein Nachlassen der Regenfälle ist nicht in Sicht

Hochwassergefährdung für kleine Einzugsgebiete (Baden-Württemberg)
Hochwassergefährdung für kleine Einzugsgebiete (Baden-Württemberg)
© Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg

Ein Blick in die Vorhersage zeigt, dass es im Südwesten – insbesondere im Schwarzwald noch einiges an Regen herunter kommen wird. Bis Mitternacht können noch zwischen 100 und 150 Liter pro Quadratmeter fallen. Die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hat für 6 Landkreise (Freudenstadt, Ortenaukreis, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Stadtkreis Freiburg und Kreis Waldshut die Hochwassergefährdung auf mittel eingestuft. Solche Hochwasser treten nur alle 10 bis 20 Jahre auf. In den umliegenden Kreisen besteht eine mäßige Hochwassergefährdung.

Auch an den Pegeln von Neckar, oberer Donau sowie am Rheinpegel Maxau werden am Freitag und Samstag Hochwassergrenzen überschritten. Es dürfte eine kleine Hochwasserwelle am Oberrhein und Neckar geben. Dabei kann es zu Überflutungen einzelner Grundstücke oder Keller kommen. Außerdem können Straßen überflutet werden.  

Warnungen auch im Bayerischen Wald aktiv

Auch im Bayerischen und Oberpfälzer Wald fällt weiter viel Regen und Hochwasser droht. Beispielsweise Chamb und Naab können über die Ufer treten. In den Landkreisen Bayreuth, Kronach, Coburg und Lichtenfels wird ebenfalls die Meldestufe 1 vorhergesagt.