Warnung vor Kräutermischungen als Drogenersatz

15. Februar 2016 - 16:16 Uhr

Das Bundeskriminalamt warnt vor dem Konsum von Kräutermischungen, Lufterfrischern oder Badesalz als Drogenersatz. Die als angeblich legale Alternative zu illegalen Drogen angepriesenen Produkte enthalten meist ebenfalls Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Wirkstoffe. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, sprach von "unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken". Die als "Legal Highs" bezeichneten Produkte würden geraucht, geschluckt oder mit der Nase eingesogen.

Dem Bundeskriminalamt (BKA) seien Fälle aus ganz Deutschland bekannt, in denen es zu teilweise schweren, mitunter lebensgefährlichen Vergiftungen gekommen sei. Die meist jugendlichen Konsumenten hätten mit Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen ins Krankenhaus gebracht werden müssen. BKA-Präsident Jörg Ziercke erklärte, da die enthaltenen Wirkstoffe häufig nicht angegeben seien, wüssten die Konsumenten nicht, was sie sich in welcher Konzentration zuführten. Wirkung und Nebenwirkungen könnten deshalb nicht eingeschätzt werden.