Waldhof Mannheim rügt Kapitän wegen Aussagen zu Verträgen

Eine Reihe von Fußbällen auf dem Rasen. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild
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19. Februar 2020 - 20:20 Uhr

Die Führung von Waldhof Mannheim hat Kapitän Kevin Conrad für dessen Aussagen zu auslaufenden Spielerverträgen beim Fußball-Drittligisten gerügt. "Es ist ein Unding und absolut unprofessionell, diese Aussagen als Kapitän zu tätigen", erklärte der der Sportliche Leiter Jochen Kientz am Donnerstag nach einem Gespräch mit Conrad. "Gerade als Kapitän und erfahrener Spieler muss sich Kevin über seine Aussagen und deren Wirkung in der Öffentlichkeit bewusst sein." Persönliche Interessen seien insbesondere im Profisport zweitrangig.

Kapitän Conrad hatte gesagt, dass "in der Kabine fast über nichts anderes geredet" werde als über das Vertragsthema. Er äußerte sich aus Sorge, weil sich in den zurückliegenden Wochen wenig getan habe. Conrad bezeichnete den Umgang mit verdienten Spielern als "Unding".

"Die Spieler wissen, dass Sie bei Problemen immer zu mir kommen können und wir seriös mit diesen umgehen", sagte Kientz. "Wir sind uns aber auch beim SV Waldhof Mannheim einig, dass wir uns nicht über eine öffentliche Diskussion zu Entscheidungen treiben lassen werden."

Conrad haben nun zu verstehen gegeben hat, "dass er den Ablauf im Nachgang ebenso als falschen ansieht", berichtete SVW-Geschäftsführer Markus Kompp. "Es sollten sich nun wieder alle auf die kommenden wichtigen Aufgaben konzentrieren."

Quelle: DPA