Waldbrand in Lübtheen

Jetzt wird auch noch das Löschwasser knapp

02. Juli 2019 - 18:42 Uhr

Die ersten Brunnen sind leer

In Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) wütet ein verheerender Waldbrand auf einem Truppenübungsplatz. Damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten, bewässert die Feuerwehr immer wieder die Randflächen um das Feuer herum. Das hat Folgen: Denn jetzt wird langsam das Wasser knapp. An manchen Stellen kann bereits kein Wasser mehr gefördert werden, teilte der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), mit.

Jetzt werden auch Seen und die Elbe angezapft

Waldbrand bei Lübtheen
Weil das Löschwasser in Lübtheen jetzt knapp wird, muss auch Wasser aus den umliegenden Seen und der Elbe herangeschafft werden.
© dpa, Jens Büttner, jbu fdt

"Die ersten Brunnen steigen aus", sagte der Chef des Einsatzstabs. Um genügend Wasser für die ab Mittwoch geplante Löschaktion auf dem Truppenübungsplatz selbst bereitstellen zu können, sei ein Fluss in der Nähe auf über drei Meter angestaut worden.

Auch die umliegenden Seen und die etwa 20 Kilometer entfernten Elbe sollen angepumpt werden. "Alles, was an Wasser möglich ist, wird jetzt in diese Region geholt", betonte Sternberg. Seit Montag bringen Traktoren mit 30.000-Liter-Tanks ständig Wasser zu den Einsatzstellen.

Die eigentlichen Löscharbeiten stehen noch bevor

feuerwehr kämpft gegen Waldbrand bei Lübtheen
Bisher hat sich die Feuerwehr nur darum gekümmert, dass sich die Flammen nicht weiter ausbreiten - die eigentlichen Löscharbeiten stehen noch bevor.
© dpa, Jens Büttner, jbu jat

Dabei wurden Entwässerungskanäle auf den Feldern, aber zum Teil auch Tiefbrunnen angezapft. Mit dem Wasser werden an den Waldrändern sogenannte Sperrriegel geschaffen, die ein Übergreifen der Flammen auf nahe gelegene Dörfer verhindern sollen. Am Mittwoch wollen die Einsatzkräfte dann mit der eigentlichen Arbeit beginnen, die Flammen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz zu löschen.