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Waldbrände in Kalifornien: 77 Tote, knapp 1.000 Vermisste – Familien beten für ihre Angehörigen

Waldbrände in Kalifornien: 77 Tote, knapp 1.000 Vermisste – Familien beten für ihre Angehörigen

993 Menschen werden immer noch vermisst

Es ist das zerstörerischste Feuer in der Geschichte Kaliforniens. Der größte Brandherd, das sogenannte "Camp Fire" rund um den besonders stark betroffenen Ort Paradise in Nordkalifornien, fordert immer mehr Menschenleben – mittlerweile gibt es 77 bestätigte Todesfälle. 993 Menschen werden weiterhin vermisst, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten. Auch die Häuser vieler Prominenter sind betroffen.

Das Feuer besitzt eine riesige Zerstörungskraft

Das Feuer ist riesig – insgesamt breitete es sich auf 607 Quadratkilometern aus, das entspricht etwa zwei Dritteln der Fläche Berlins. Mehr als 10.000 Häuser wurden zerstört. Die Feuerwehr hat bislang nur etwa 65 Prozent des Feuers unter Kontrolle, wahrscheinlich wird es bis zum 30. November dauern, bis die Flammen überall gebändigt sind. "Es ist unglaublich, ich habe keine Worte, um das zu beschreiben. Niemand von uns hatte bisher mit einem Feuer zu kämpfen, das so viel Zerstörung und so viele Todesfälle hervorgerufen hat ", sagte Kory Honea, Sheriff von Butte County, dem US-Sender CNN.

Viele Menschen suchen auch auf eigene Faust nach ihren Angehörigen, andere wenden sich mit ihren Gebeten an Gott. Wie die Kalifornier mit der Katastrophe umzugehen versuchen, sehen Sie im Video.

Die schlimmen Brände kosteten allerdings nicht nur Dutzende Menschen das Leben, sondern auch viele Tiere , die nicht rechtzeitig vor den Flammen fliehen konnten. Menschen vermissen ihre Haustiere, aber auch viele Wildtiere verbrannten im Flammen-Inferno.

Nicht nur menschliche Brandopfer – Präsident Trump wirft den Behörden Versagen vor

News Themen der Woche KW46 News Bilder des Tages November 13, 2018 - Paradise, California, USA - A residential neighborhood is burnt to ashes after the Camp Fire ripped through Paradise, California. Paradise USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMA
Die Kleinstadt Paradise wurde von den Flammen fast vollständig zerstört.
imago stock&people, imago/ZUMA Press, Joel Angel Juarez

Mittlerweile war auch US-Präsident Trump vor Ort, um sich das Ausmaß der Zerstörung anzuschauen. Beim Besuch eines völlig verwüsteten Wohnwagenparks in der Ortschaft Paradise sagte er, die Menschen hätten mehr Laub fegen sollen. Er machte außerdem den kalifornischen Behörden Vorwürfe, schlechtes Forstmanagement betrieben zu haben – die kalifornische Feuerwehr bestritt das jedoch.