Wind und Hitze mach Löscharbeiten besonders schwer

Viele Waldbrände am Wochenende

26.06.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Volzrade: Ein von der Feuerwehr gesperrter Weg ist an einem Waldstück in der Gemeinde Jessenitz-Werk zu sehen. Der Waldbrand auf munitionsbelastetem Gebiet in Volzrade bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) i
Waldbrand bei Lübtheen unter Kontrolle
bom jat, dpa, Bodo Marks

Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Am Wochenende sind in Deutschland erneut mehrere Waldbrände ausgebrochen. In Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kämpfen die Einsatzkräfte gegen größere Flammen. Doch auch andere Bundesländer hatten mit kleineren Bränden zu kämpfen. Der starke Wind und die extreme Hitze erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.

Waldstück in Münster bei Dieburg in Hessen brennt

In Münster bei Dieburg (Hessen) brennt ein etwa fußballfeldgroßes Waldstück im Bereich eines ehemaligen Waffendepots, nach Informationen des "Hessischen Rundfunks" soll bereits Munition explodiert sein. Auch ein Löschhubschrauber kommt wegen der Explosionsgefahr nicht richtig an den Brandherd heran. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist noch nicht klar.

Wahrscheinlich Brandstiftung in Lübtheen in Brandenburg

In Mecklenburg-Vorpommern brennt der ehemalige Truppenübungsplatz Lübtheen. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Die Bevölkerung des benachbarten Ortsteils Trebs solle sich auf eine Evakuierung vorbereiten, es wurde eine offizielle Gefahreninformation herausgegeben. Auch hier ist das Gelände munitionsbelastet und deshalb schwierig zu löschen.

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Wohnhaus von Brand betroffen in Tangerhütte, Sachsen-Anhalt

In Tangerhütte in Sachsen-Anhalt griff ein Waldbrand sogar auf ein Wohnhaus über. Nach ersten Informationen war das Feuer an einer landwirtschaftlichen Maschine am Ortsrand ausgebrochen und auf das Feld und Buschwerk übergegriffen. Die Flammen hatten sich bei der enormen Hitze und Trockenheit rasend schnell ausgebreitet, auf ein Wald übergegriffen und wenig später auf ein Wohnhaus. Die Feuerwehr musste eine Schlauchstrecke von über einem Kilometer aufbauen und holte dabei das Wasser aus der Elbe.

In Uchte in Niedersachsen brannten 80 Hektar

Eine Fläche von insgesamt 80 Hektar hat am Sonntag in der Samtgemeinde Uchte in Niedersachsen gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, waren bei Temperaturen um die 36 Grad mehrere Felder in Brand geraten. Durch Wind und Hitze breiteten sich die Flammen auf eine Fläche von 80 Hektar aus. Landwirtschaftliche Anwesen waren nach Angaben eines Polizeisprechers nicht gefährdet. Der Rauch reichte auch nicht so weit, dass Wohnhäuser von ihm betroffen waren. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer unter anderem mit einem Polizeihubschrauber.