Wal verendet qualvoll in Thailand - er hatte 80 Plastiktüten im Bauch

04. Juni 2018 - 17:24 Uhr

Wal erbricht Plastik

Nach vergeblichen Rettungsversuchen ist in Thailand ein Wal mit 80 Plastiktüten im Bauch gestorben. Vor seinem Tod am Freitagnachmittag habe der Kurzflossen-Grindwal fünf Tüten erbrochen, wie die zuständige Abteilung des Umweltministeriums am Samstag via Facebook mitteilte.

Tier hatte acht Kilo Plastik im Bauch

Lokale Medien berichteten, der Wal sei einige Tage zuvor in schlechtem Zustand in einem Kanal im Süden des Landes nahe der Grenze zu Malaysia aufgefunden worden. Helfer hatten zunächst vergeblich versucht, das Tier unter anderem mithilfe eines Sonnenschirms vor dem Austrocknen zu schützen. Doch die Mühe war vergebens. Bei einer Autopsie wurden die Plastiktüten im Bauch des Wals entdeckt, die insgesamt rund acht Kilogramm wogen.

Die Bilder der Autopsie, veröffentlicht von den lokalen Behörden, machen das Ausmaß der Verschmutzung der Ozeane auf drastische Weise sichtbar: 80 Plastiktüten im Körper eines hilflosen Wals.

Tiere verwechseln Plastikteile mit Nahrung und schaufeln sich damit ihr eigenes Grab

Drei Viertel des Mülls im Meer besteht laut der internationalen Natur- und Umweltschutzorganisation 'WWF' aus Plastik - darunter Plastiktüten, PET-Flaschen, Feuerzeuge, Zahnbürsten, Zigarettenkippen, Einmalrasierer und vieles mehr. Meerestiere verwechseln die bunten Teile mit Nahrung und nehmen sie auf - ihr Todesurteil. Folglich ersticken die Tiere, erleiden tödliche Verstopfungen oder verhungern bei vollem Bauch. Davon sind nicht nur Wale und Fische, sondern auch Seevögel und Schildköten betroffen.

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